Intro

Der ADFC Brandenburg hat ein flächendeckendes Radnetz für Brandenburg konzipiert. Damit liegt erstmalig ein Radnetz für Brandenburg vor, das systematisch den Bedarf an interkommunalen Radwegen erfasst. Das Radnetz umfasst über 7.000 km Radrouten, die Brandenburgs Ober- und Mittelzentren flächendeckend verbinden. Die Landesregierung hatte in ihrer Radverkehrsstrategie 2030 ein Radnetz für Brandenburg versprochen, der Fahrradclub geht nun mit seinem Vorschlag voran.

 

Für die Umsetzung notwendig sind

  • Investitionen in Höhe von 200 Million Euro im Jahr
  • ein Kompetenzzentrum "Fuß- und Radverkehr"
  • ein Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik

 

Das Ziel: Jeder Mensch soll überall in Brandenburg sicher, komfortabel und durchgängig mit dem Rad zum nächsten Supermarkt, zur Schule oder zum Bürgeramt fahren können. Das, was bisher nur mit dem Auto möglich ist, soll endlich auch für das Fahrrad möglich sein.

 

Unsere Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 finden Sie hier.

Karte Radnetz Brandenburg

Wir sind der Überzeugung, dass nur ein vom Autoverkehr unabhängiges Angebot das wirkliche Potenzial des Fahrrads nutzen lässt. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist ein eigenständiges Radroutennetz mit Verbindungsstrecken, die Radfahrende schnell und sicher an ihr Ziel bringen.

Das von uns entwickelte Netz ist ein Vorschlag zur Diskussion und sicherlich nicht perfekt. Wir suchen den Austausch mit der Politk, Verwaltung und Bevölkerung. Der Netzentwurf wird ständig überarbeitet.

Wir schlagen hier insgesamt 145 Routen vor. Die einzelnen Strecken findet ihr hier.

Download der Karte als PNG-Datei (Stand 14. Januar 2024)

Anforderungen an den Radverkehr in Brandenburg

Radfahren soll für alle Menschen überall in Brandenburg sicher und komfortabel sein. Was es dafür braucht, haben wir in unserem Anforderungspapier aufgeschrieben.

 

Hier eine erste Themenübersicht, die wir im Anforderungspapier vertiefen:

 

Sicherheit und Komfort im Radverkehr
- Gegenseite Rücksichtnahme
- Innerörtlicher Radverkehr (Ortsdurchfahrten und Nebenstraßen)
- Mischverkehr Kraft- und Radverkehr
- Schulwege
- Baustellen
- Komfort

 

Infrastuktur für den Radverkehr

- Abstellanlagen und Serviceeinrichtungen
- Qualität
- Leihmöglichkeiten für Fahr- und Lastenräder

 

Schnittstelle zum öffentlichen Personennahverkehr

 

Radnetz Brandenburg

Der Weg zum Radnetz Brandenburg

Die Idee, ein Landesradroutennetz für Brandenburg zu entwerfen, entstand im Frühjahr 2023. Zu dieser Zeit befand sich das Mobilitätsgesetz Brandenburg in der Endphase der Verhandlungen mit der Volksinitiative „Verkehrswende Brandenburg jetzt“. Eine Kernforderung: Ein Radnetz für Brandenburg mit durchgängigen und komfortablen Verbindungen für das Fahrrad.

 

Auch in ihrer Radverkehrsstrategie 2030 hat die Landesregierung ein Radnetz für Brandenburg an-gekündigt. Eine konkrete Antwort auf die Frage, wie ein solches Netz aussehen oder wie engma-schig das Netz sein soll, gab es allerdings nicht.

 

Der ADFC Brandenburg hat nun ein Radnetz Brandenburg vorgelegt:

  • Wir zeigen die konkreten Radverbindungen auf, die für eine lückenlose Radinfrastruktur notwendig sind.
  • Wir benennen Anforderungen für die Radinfrastruktur in Brandenburg.
  • Wir entwickeln einen Fahrplan für die Umsetzung und leiten Finanzierungsbedarfe ab.
  • Wir arbeiten dabei eng mit unseren ehrenamtlichen Mitgliedern, aber auch mit ande-ren Verbänden und Experten zusammen.

 

Auf kommunaler und regionaler Ebene haben bereits einige ehrenamtliche Initiativen in Branden-burg Radroutennetze entwickelt, wie zum Beispiel die Radinitiative Michendorf und die Radaktiven Mittelmark. Auf der Grundlage ihrer Methodik sollte nun ein Radroutennetz für ganz Brandenburg entstehen. Nach einem Auftaktworkshop im Juni 2023 mit über 30 Aktiven arbeiteten entsprechend den fünf Brandenburger Planungsregionen fünf Regionalteams an dem Netz und den Anforderungen für ihre Region weiter. In zahlreichen, meist online stattfindenden Treffen wurden die Ideen weiterentwickelt und zu einem Konzept zusammengeführt.

 

Entsprechend den fünf brandenburger Planungsregionen haben in fünf Regionalteams über 100 Menschen die Radnetze entwickelt. Bis Anfang Dezember 2023 wurde inhaltlich an dem Radnetz und den Anforderungen gearbeitet, anschließend wurden sie vom Redaktionsteam in Form gebracht. Dabei handelt es sich um einen Vorschlag zur Diskussion. Insbesondere das Radroutennetz soll weiterentwickelt werden, zumindest bis es einen offiziellen Plan für ein Radnetz des Landes Brandenburg gibt.


Wir danken allen Radaktiven, die an diesem Konzept mitgewirkt haben.

Exkurs: "Mobil im Alltag"

Welche Auswirkungen hat Verkehrsmittelwahl für die Alltagswege auf unterschiedliche individuell und / oder gesellschaftlich relevante Parameter? Der Mediziner Dr. Wolfgang Raabe vom ADFC Lübeck zeigt in seinem Exkurs "Mobil im Alltag" die Effekte von mehr Radverkehr auf die Umwelt und Gesundheit und wieivel Zeit und Geld gespart werden kann.

Exkurs: "Mobil im Alltag"

Exkurs: ADFC Fahrradklima-Test

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist eine der größten Befragungen zum Radfahrklima weltweit
und fand 2022 zum zehnten Mal statt. In Brandenburg haben über 6.000 Menschen teilgenommen und die Durchschnittsnote "ausreichend" vergeben. Die Umfrage macht deutlich, welche Themen dringend angepackt werden müssen.

Exkurs ADFC-Fahrradklima-Test

Materialen, Links und Kontakte

Pressemitteilung zur Veröffentlichung vom 15. Janaur 2024
 

Anforderungspapier "Radnetz Brandenburg: sicher – durchgängig – komfortabel
Radfahren für alle!"

Das  40-seitige Anforderungspapier an den Radverkehr können Sie hier herunterladen oder als Broschüre in der Geschäftsstelle anfordern.

 

 

Link zum Radnetz Brandenburg

zum Radnetz Brandenburg/zur U-Map-Karte

Download der Karte als PNG (Stand: 14. Januar 2024)

 

Kontakte Landesebene

Landesweites Projektteam Radnetz Brandenburg: radnetz [at] brandenburg.adfc.de

Presesanfragen bitte an unser Vorstandsmitglied Christian Wessel: christian.wessel [at] brandenburg.adfc.de

 

 

Kontakte Regionalteams

Uckermark-Barnim
Norbert Hüsers (Uckermark): angermuende [at] brandenburg.adfc.de
Christian Wapler (Barnim): christian.wapler [at] brandenburg.adfc.de
 

Prignitz-Oberhavel
Detlef Maaß: opr [at] brandenburg.adfc.de
 

Spreewald-Lausitz
Reinhard Kähler: reinhard.kaehler [at] brandenburg.adfc.de


Oderland-Spree
Jens Möbis: jens.moebis [at] brandenburg.adfc.de


Havelland-Fläming
Marcel Welte: marcel.welte [at] brandenburg.adfc.de

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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