Wie fahrradfreundlich ist Brandenburg? ADFC Fahrradklima-Test 2022 startet

 

Ab sofort läuft die Umfrage zum großen ADFC-Fahrradklima-Test 2022: Radfahrerinnen und Radfahrer können vom 1. September bis 30. November 2022 wieder das Fahrradklima vor ihrer Haustür bewerten. Jetzt bis zum 30. November teilnehmen!

 

Wie fahrradfreundlich ist Brandenburg? ADFC startet wieder Deutschlands größte Umfrage zum Radverkehr

Ab sofort läuft die Umfrage zum großen ADFC-Fahrradklima-Test 2022: Radfahrerinnen und Radfahrer können vom 1. September bis 30. November 2022 wieder das Fahrradklima vor ihrer Haustür bewerten. Dabei wird dieses Mal ein besonderer Fokus auf den ländlichen Raum gelegt. Ein wichtiges Thema gerade für Brandenburg, da ein Großteil des Landes von ländlichen Räumen mit geringer Bevölkerungsdichte geprägt ist. Auch im ländlichen Raum wünschen sich die Menschen, ihren Alltag mit dem Rad sicher und komfortabel zu gestalten.

Rebecca Peters, ADFC-Bundesvorsitzende, sagt: „Immer mehr Politikerinnen und Politiker sehen in einer gut ausgebauten Radinfrastruktur auch die Chance, ihre Städte und Gemeinden nachhaltig und lebenswerter umzugestalten. Der ADFC Fahrradklima-Test hilft ihnen, die Stärken und Schwächen in der bisherigen Radverkehrsförderung zu erkennen und weitere Aktivitäten an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort auszurichten.“

Der Brandenburger ADFC-Landesvorsitzende Stefan Overkamp ergänzt: „Alle Menschen, die in Brandenburg Radfahren, sind als Alltagsexperten für den Radverkehr gefragt: Wie fahrradfreundlich ist Brandenburg? Der ADFC-Fahrradklimatest ist die einzige bundesweite Umfrage, die die Zustände vor Ort vergleichbar abfragt. Die Ergebnisse liefern wertvolle Hinweise für die Verantwortlichen in Verwaltung und Politik vor Ort. Das Land Brandenburg und viele Kommunen haben sich ehrgeizige Ziele für Verbesserung beim Radverkehr gesteckt. Jetzt geht es um die Frage: Kommen die Verbesserungen bei den Bürgerinnen und Bürgern an? Was läuft schon gut – wo müssen Veränderungen her? Ich appelliere daher wieder an alle Radfahrerinnen und Radfahrer: Nutzen Sie die Chance, nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit für die Befragung auf www.fahrradklima-test.adfc.de. Es lohnt sich!“

Über den ADFC Fahrradklima-Test: Zufriedenheits-Index der Radfahrerinnen und Radfahrer

Der ADFC Fahrradklima-Test fragt in 27 gleichbleibenden Fragen die Fahrradfreundlichkeit vor Ort ab. Dazu kommen dieses Jahr fünf Zusatzfragen zum Radfahren im ländlichen Raum. Dabei geht es darum, ob zentrale Ziele wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Arbeitsstätten mit dem Fahrrad gut erreichbar sind, wie sicher sich die Wege in die Nachbarorte anfühlen, ob für Pendlerinnen und Pendler Fahrradparkplätze an Bahnhöfen vorhanden sind und um die eigenständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen.

Fahrradklima in Brandenburg seit Jahren nur ausreichend

2020 bewerteten bundesweit knapp 230.000 Radfahrerinnen und Radfahrer die Fahrradfreundlichkeit in 1.000 Städten und Gemeinden. In Brandenburg nehmen seit Jahren immer mehr Menschen am Fahrradklima-Test teil. Dazu Stefan Overkamp: „Immer mehr Menschen in Brandenburg finden die Fahrradfreundlichkeit ihrer Städte und Gemeinden wichtig und sind bereit, Auskunft über ihre Erfahrungen als Radfahrer zu geben. Die Menschen in Brandenburg wollen sicher und komfortabel Radfahren! 2016 haben beispielsweise 3.869 Menschen abgestimmt, 2018 waren es mit 5.629 fast 2.000 Menschen mehr. 2016 sind nur 27 Gemeinden in die statistische Auswertung gekommen. 2020 haben so viele Menschen teilgenommen, dass 41 Gemeinden bewertet wurden.“

Tabelle 1: Entwicklung Teilnahme am ADFC-FKT

Jahr Kommunen     Teilnehmer:innen
2020    41    5.400
2018    36    5.629
2016    27    3.869


Dabei schneiden Brandenburger Städte und Gemeinden durchschnittlich dauerhaft schlecht ab mit Durchschnittsnote ausreichend: Die meisten Radfahrerinnen und Radfahrer fühlen sich unsicher, beklagen schlechte oder fehlende Radwege und Konflikte mit dem Autoverkehr.

Förderung durch Bundesverkehrsministerium

Der ADFC-Fahrradklima-Test findet bereits zum zehnten Mal statt und ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2023 vorgestellt.

Hinweis an Redaktionen

Logos und Grafiken zum ADFC-Fahrradklima-Test finden Sie im Pressebereich des ADFC auf www.adfc.de/presse. Wir freuen uns, wenn Sie den Aufruf zur Abstimmung auf www.fahrradklima-test.de sowie den Hashtag #fkt22 weiter verbreiten, denn der Test wird umso aussagekräftiger, je mehr Radbegeisterte teilnehmen.

 

Auch auf Facebook, Instagram und Twitter

Neuigkeiten zum Fahrradklima-Test postet der ADFC unter dem Hashtag #fkt22. Radbegeisterte werden gebeten, die Informationen weiter zu verbreiten.

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Über den ADFC


Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit rund 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit.

Der ADFC Brandenburg hat mehr als 3.500 Mitglieder und Orts- und Regionalgruppen in 19 Städten und Gemeinden. Mehr Information über den Landesverband auf der Website www.brandenburg.adfc.de.

 


https://brandenburg.adfc.de/pressemitteilung/wie-fahrradfreundlich-ist-brandenburg-adfc-fahrradklima-test-2022-startet

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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