Unterschriftensammlung für Volksbegehren in Hessen

 

Seit dem 1. September sammelt ein Verkehrswende-Bündnis, dem auch der ADFC Hessen angehört, Unterschriften für ein Volksbegehren in Hessen. Ziel ist ein Verkehrswendegesetz für das mitteldeutsche Bundesland.

 

Seit dem 1. September sammelt ein Verkehrswende-Bündnis Unterschriften für ein Volksbegehren in Hessen.
Seit dem 1. September sammelt ein Verkehrswende-Bündnis Unterschriften für ein Volksbegehren in Hessen. © Verkehrswende Hessen

Gut ein Jahr lang hat der ADFC Hessen gemeinsam mit dem VCD Hessen und dem Fuss e. V. Hessen sowie den Radentscheiden Darmstadt, Frankfurt am Main, Kassel und Offenbach den Entwurf für ein hessisches Verkehrswendegesetz erarbeitet.

Seit September sammelt das Bündnis nun Unterschriften, um die Zulassung des Volksbegehrens formell zu beantragen. Unterschreiben können alle Wahlberechtigten mit Wohnsitz in Hessen. Die Unterschriften können nicht digital, sondern nur auf dem offiziellen Papierbogen geleistet werden. Deshalb werden Unterschriften zurzeit vor allem bei Veranstaltungen und in Sammelstellen erfasst.

„Wir sind sicher, dass unser Volksbegehren die Verkehrswende in Hessen beschleunigen wird. Ein formal einwandfreies Gesetz zu formulieren, wie es das hessische Recht vorschreibt, und den Prozess für ein Volksbegehren in Gang zu bringen, bedeuteten einen echten Kraftakt. Aber gleichzeitig liegt darin die Chance, die Verkehrswende als verbindliches Gesetz zu verankern. Ist das erreicht, kann es von den Regierenden nicht mehr ignoriert werden“, sagt Ansgar Hegerfeld, stellvertretender Landesvorsitzender ADFC Hessen. „Die Unterschriftensammlung wird noch bis weit ins Jahr 2022 laufen. Wir freuen uns nicht nur über viele Unterschriften, sondern auch über Spenden, die uns helfen, den hohen Aufwand der Kampagne zu schultern.“

Rad- und Fußverkehr sowie ÖPNV stärken

Das Bündnis will der Verkehrswende in Hessen auf die Sprünge helfen. Dafür wollen sie den Anteil der umweltfreundlichen Verkehrsarten auf mindestens 65 Prozent am gesamten Personenverkehr erhöhen.

Konkret sollen unter anderem mehr Radwege gebaut werden und ein hessenweites Radwegenetz entstehen. Ebenso sollen breitere Gehwege und Straßen entstehen, die zu Fuß sicher überquert werden können.

Beim ÖPNV soll es ein flächendeckendes Liniennetz geben. Die Fahrtzeiten sollen verkürzt und die Frequenz erhöht werden.

Das Bündnis fordert auch mehr Verkehrssicherheit, besonders auf Schulwegen. Außerdem sollen attraktive Alternativen zum Autoverkehr in ländlichen Regionen geschaffen werden.

Unterstützt wird das Vorhaben auch vom BUND Hessen, von Greenpeace sowie den Naturfreunden Hessen und ProBahn Hessen.

 


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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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