Neue Radprofessur an der Uni Kassel

 

An der Uni Kassel besetzt Verkehrspsychologin Prof. Dr. Angela Francke die neue Professur Radverkehr und Nahmobilität. Sie erforscht, welchen Beitrag das Rad zur Verkehrswende leisten kann.

 

Verkehrspsychologin Prof. Dr. Angela Francke besetzt die neue Professur Radverkehr und Nahmobilität an der Uni Kassel.
Verkehrspsychologin Prof. Dr. Angela Francke besetzt die neue Professur Radverkehr und Nahmobilität an der Uni Kassel. © Uni Kassel

Angela Francke wurde an der TU Dresden am Lehrstuhl Verkehrspsychologie promoviert. In ihrer Doktorarbeit ging es um differenzierte Preissysteme im urbanen Verkehr zur Förderung von umweltfreundlichem Mobilitätsverhalten.

Seit vielen Jahren forscht sie zu nachhaltiger Mobilität mit einem Fokus auf den Radverkehr sowie die Radfahrenden und ihre Bedürfnisse. Im März 2021 trat sie zunächst eine Professur an der Hochschule Karlsruhe an, bevor sie nach Kassel wechselte.

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem auf aktiver Mobilität und Infrastruktur, intermodalen Verknüpfungen, Verkehrssicherheit sowie auf der empirischen Datenanalyse von Mobilitätsverhalten.

Wissenschaftliches Mitgestalten der Verkehrswende

„In meiner Forschung interessiert mich nicht nur der Radverkehr, sondern das Zusammenspiel aller Verkehrsmittel und Verkehrsteilnehmenden“, sagt Angela Francke. „Aus den Erkenntnissen können die Gestalter der Verkehrswende auch ableiten, wie der Umbau der Mobilität in den kommenden Jahren hin zu mehr Nachhaltigkeit gelingen kann. Diese Transformation möchte ich wissenschaftlich begleiten und mitgestalten, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnerinnen und Partnern aus Verwaltung, Politik und Unternehmen.“

Der Bund fördert die Professur als Stiftungsprofessur mit 1,4 Mio. Euro für fünf Jahre. Die Professur wird anschließend aus eigenen Mitteln der Universität finanziert.

Im Rahmen des „Nationalen Radverkehrsplans 2020“ hatte das Bundesverkehrsministerium im April 2019 für Universitäten und Hochschulen in Deutschland die Möglichkeit geschaffen, sich um eine Stiftungsprofessur zu bewerben.

 


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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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