Aktion Seitenabstand Anderthalb Meter in Brandenburg:
Mehr Sicherheit für Radfahrer

Autos müssen mindestens anderthalb Meter Seitenabstand zu Radfahrern halten. Auf diese Regel macht jetzt die Potsdamer Polizei auf ihren Streifenwagen und die Landeshauptstadt Potsdam auf vielen kommunalen Fahreugen aufmerksam aufmerksam: Gemeinsam mit dem ADFC Brandenburg ist im April 2019 das Pilotprojekt „Anderthalb Meter“ in Potsdam gestartet und wirbt für gegenseitige Rücksichtnahme. 

„Ein zu enges Überholen gefährdet die Sicherheit der Fahrradfahrer. Wir freuen uns sehr, dass wir die erfolgreiche ADFC-Kampagne „Anderthalb Meter“ nach Brandenburg holen konnten. Dass dann auch noch die Polizei Brandenburg der erste Projektpartner wird, ist natürlich großartig“, so Dr. Stefan Overkamp, Landesvorsitzender des ADFC Brandenburgs.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Landeshaupstadt Potsdam


Weitere Kooperationspartner gesucht

Der ADFC Brandenburg sucht jederzeit weitere Kooperationspartner. Partner können sein:

- Polizei
- Verkehrsbetriebe
- Bürgerbusse
- kommunale Fahrzeuge
- Unternehmen
- Fahrschulen

Was wir Ihnen bieten können

  • Eine deutschlandweit erprobte und erfolgreiche Kampagne
  • Bei größeren Bestellmengen (ab 500 Stück) ist auch Digitaldruck in einer wesentlich günstigeren Variante möglich
  • Unterstützung beim Bestellvorgang (über ADFC Köln)
  • Unterstützung bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu Kampagnen-Beginn

Die Aufkleber

Für jede Fahrzeugart gib es Aufkleber in unterschiedlichen Größen und Farben. Die Bestellung der Aufkleber erfolgt über den ADFC Köln.

Aufkleber in der Größe DIN lang (z.B. für PKWs und kleine Transportwagen)
50 Stück 170 Euro
100 Stück 340 Euro
Verfügbare Farben: schwarz, weiß, gelb, rot, blau

Aufkleber in der Größe ca. DIN A4 (z.B. für Busse)
50 Stück 245 Euro
100 Stück 490 Euro

Einzelne Aufkleber (in schwarz-weiß) geben wir zum Selbstkostenpreis (1,10 Euro) weiter. Die Aukleber können in der Landesgeschäftsstelle in Potsdam abgeholt oder bei Portoübernahme auch versendet werden.






HINTERGRUND

Die Verkehrsregeln

Der Radverkehr wird gerade in den Städten und Gemeinden häufig auf der Fahrbahn geführt. Hier werden Radfahrende von Auto- und Lkw-Fahrern besser wahrgenommen. Die gemeinsame Nutzung des Verkehrsraums stellt aber auch erhöhte Anforderungen an die gegenseitige Rücksichtnahme und Akzeptanz im Straßenverkehr. Dazu gehört insbesondere, dass Auto- und Lkw-Fahrer beim Überholen von Velofahrern einen ausreichenden Seitenabstand einhalten, da ein zu enges Überholen die Sicherheit von Radfahrenden gefährdet. Schon die durch das überholende Kfz entstehenden Veränderungen der Seitenwind- und Luftdrucksituation können zu Unfällen von Radfahrenden führen.

 Innerorts müssen Kraftfahrzeuge mindestens 1,5 Meter Abstand zu Radfahrenden halten.

  • Außerorts und bei Geschwindigkeiten über 50 km/h sind 2 Meter Abstand erforderlich.
  • Auch beim Überholen von Kindern oder Eltern mit Kindern sind 2 Meter einzuhalten.
  • Ebenso müssen Lkw und Busse 2 Meter Abstand einhalten.
  • Und natürlich sollten es an Steigungen auch mindestens 2 Meter sein.
  • Zudem sollten auch Radfahrende mindestens 1 Meter Abstand zu parkenden Autos halten, um nicht durch unachtsam geöffnete Autotüren verletzt zu werden.

Ist eine Straße zu eng für diese Mindestabstände, ist ein Überholen nicht zulässig.

Auch wenn Radschutzstreifen oder Radfahrstreifen eine eigene Fahrspur suggerieren, muss hier ein ausreichender Seitenabstand gehalten werden. Es ist daher in der Regel sinnvoll, einen vollständigen Fahrstreifenwechsel beim Überholen von Radfahrenden zu vollziehen.

Warum der Sicherheitsabstand so wichtig ist

  • Rund 75 Prozent aller Unfälle, in die Fahrradfahrer verwickelt sind, finden zwischen Rad- und Autofahrern statt.
  • Auf der Fahrbahn kommt es oft zu gefährlichen Situationen.
  • Das enge Überholen von Radfahrern führe oft zu Unfällen im Vorbeifahren  oder Radfahrer werden so an den Seitenrand gedrängt. Als Folge fahren viele Radfahrende im Türöffnungsbereich parkender Autos und geben sich damit in eine akute Unfallgefahr.

Die Kampagne

Die Kampagne "Anderthalb Meter" wurde 2017 vom ADFC Köln ins Leben gerufen und startete als gemeinsames Pilotprojekt mit der Kölner Polizei. Auf den Heckstreifen der Polizei wird seitdem mit Aufklebern für den vorgeschriebenen Abstand zu Radfahrern geworben. Mittlerweile sind deutschlandweit über 5.000 Fahrzeuge mit den Aufklebern ausgestattet, wie zum Beispiel Grünfahrzeuge, Bürgerbusse oder Rettungswagen.

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