Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen am 03.07.2020 im Deutschen Bundestag - Radverkehrsförderung gestrichen

Der ADFC Brandenburg kritisiert die Streichung der Förderung des Radverkehrs aus dem Kohlepakt aufs schärfste.

„Radtourismus ist für Brandenburg ein entscheidender Wirtschaftsfaktor, bei dem das Land in den letzten Jahren sehr erfolgreich war. Aber wir fallen zurück, weil die notwendigen Mittel für Instandhaltung und Ausbau nicht da sind. Hier wird eine Chance vertan“ so Stefan Overkamp, Landevorsitzender des ADFC.

Die Förderung des Radverkehrs war am 01.07.2020 im Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestages durch einen Absatz ausgetauscht worden, in dem die Radverkehrsförderung gestrichen wurde.

Das widerspricht dem Ziel des Gesetzes, den Strukturwandel in den Kohleregionen als einen umfassenden Transformationsprozess hin zu einer weitgehend treibhausgasneutralen Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern.

„Der Radverkehr ist nicht nur treibhausgasneutral, sondern er stärkt auch eine Wirtschaft mit vielen kleinen Unternehmen und bringt Wirtschaftskraft in die Fläche, besonders auch in die Lausitz“ so Tino Freißler, Referent für Radtourismus beim ADFC Brandenburg.

„Viele Radwege in der Lausitz wurden in den vergangenen Jahrzehnten angelegt, aber sie müssen dringend instandgesetzt und ausgebaut werden, um dem Bedarf eines wachsenden Radtourismus und den Anforderungen der eBikes gerecht zu werden“ so Freißler weiter.

„Wir fordern die Abgeordneten des Deutschen Bundestages dringend auf, den Radverkehr wieder in das Gesetz aufzunehmen. Die Landesregierung muss sich hier einsetzen, schon um für Brandenburg das bisher Erreichte im Radtourismus zu verteidigen“ fasst Overkamp  die Forderung des ADFC Brandenburg zusammen.

 

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