ADFC Brandenburg fordert: Mehr in Verkehrssicherheit und Infrastruktur für Radfahrer investieren

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Foto: Pixabay

Anlässlich der am Donnerstag vorgestellten Unfallzahlen für 2018 erklärt Dr. Stefan Overkamp, Landesvorsitzender des ADFC Brandenburg: "Die Verkehrsunfallbilanz zeigt ein gemischtes Bild für Radfahrer in Brandenburg. Immerhin ging die Zahl der getöteten Radfahrer von 26 auf 20 zurück. Allerdings ist dieser Rückgang ausschließlich auf selbst verschuldete Unfälle zurückzuführen, durch Fremdverschulden starben wie im letzten Jahr 11 Radfahrer." Besorgniserregend seien die Zahlen der Fahrradunfälle mit Personenschäden, die insgesamt um 12% gestiegen sind, so Overkamp weiter.

"Eine in weiten Teilen veraltete und vernachlässigte Infrastruktur und die ungebrochene Orientierung neuer Verkehrsanlagen am Bedürfnis des MIV (=Motorisierter Individualverkehr) können den Erfordernissen des Radverkehrs vor dem Hintergrund einer immer höheren Verkehrsdichte, immer mehr schwächeren Teilnehmern wie Senioren bei gleichzeitig steigender durchschnittlicher Geschwindigkeit durch den Erfolg der E-Bikes einfach nicht mehr gerecht werden. Es wird Zeit, dass auch in Brandenburg das Potential des Radverkehrs erkannt wird und das Land seine Verantwortung für eine sichere Infrastruktur wahrnimmt."

Die Verkehrsunfallbilanz der Polizei Brandenburg für 2018 kann unter anderem hier nachgelesen werden.

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