Wir arbeiten daran Teltow fahrradfreundlicher zu machen

Radfahren in Teltow kann Freude bereiten ... wenn man die richtigen Wege kennt und die den Radfahrer benachteiligten Straßen meidet.

Wir sind Teltower, die gerne mit dem Rad in Teltow die täglichen Wege erledigen. Es sind die kleinen Hindernisse, die den Radfahrer benachteiligen und zum Verkehrsteilnehmer 3. Klasse abstufen. Von den Verkehrsplanern der Stadt Teltow irgendwo in den Rand gedrängt, getrennt vom Autoverkehr und mit dem Fußgängerverkehr auf schmale Borde an den Rand gedrängt. Hier drohen Konflikte zwischen dem Radverkehr und den Fußgängern. Während sich der Autoverkehr auf breiten Fahrbahnen durch Teltow den Weg bahnt, werden Radfahrer auf den überwiegend gemeinsamen Rad- und Gehweg verbannt.

Eine Anfrage über die SVV der Stadt Teltow zielte auf die Freigabe der Busspuren in Teltow für den Radverkehr. Eine Regelung, die in vielen Städten mit deutlich mehr Busverkehr der Welt selbstverständlich ist, wurde abgelehnt.

Stattdessen muss der Radfahrer hier langsam an der unübersichtlichen Haltestelle vorbeifahren. Eine Mischverkehrsfläche, die nicht mit einer zügigen Geschwindigkeit eines durchschnittlichen Radfahrers verantwortlich befahren werden kann.  Eine Verkehrspolitik der 70er Jahre. Hat Teltow keinen Mut zur modernen Verkehrsplanung?

Wir möchten sicher mit dem Rad durch Teltow fahren und das Fahrrad auch zu einem schnelles Verkehrsmittel in der Region machen. Attraktive Wegeverbindungen. Keine Angst vor dem Autoverkehr. Kreuzungsbereiche für den Radverkehr umgestalten, dass keine zeitaufwendigen Wege über Fußgängerfurten genommen werden müssen.

Sicher kommt man nicht mit dem Rad durch Teltow, wenn Zweirichtungsradwege innerorts errichtet werden, die ein nachweislich hohes Unfallrisiko beim Abbiegevorgang tragen. Die Lichtzeichenanlagen wird in den späten Abendstunden ausgeschaltet. Eine fatale Unfallgefahr, da der Radfahrer dann gezwungen wird die Straßenkreuzung auf der falschen Seite ohne Schutz der Lichtsignalanlage zu queren. Hier die Abbildung des Zweirichtungsradweges aus der Gonfrevillestraße, der im Kreuzungsbereich der Mahlower Straße am S-Bhf. Teltow Stadt endet. Das versteckte Schild links aufgestellt erklärt, hier endet der Radweg. Hier wird der  Radfahrer in den Abendstunden zum Queren einer 4-spurigen Fahrbahn ohne Querungshilfe (Mittelinsel) auf der falschen Seite gezwungen. Rechtlich gesehen endet der Radweg, der Radfahrer muss hier absteigen und als Fußgänger schiebend die Kreuzung passieren. So sieht Radverkehr in Teltow aus: Untergeordnet. Improvisiert. Lästig.

Verkehrssicherheit für Radfahrer verstehen wir anders. Wir setzen uns für vom Fußgängerverkehr getrennte Radverkehrsanlagen ein.

Einbahnstraßen können für den Radverkehr freigegeben werden. In Teltow ist in den letzten Jahren ein irrer Schilderwald mit widersprüchlichen Aussagen entstanden. Diese Schilderkombination ist nach StVo nicht möglich anzuweisen.

Auch Straßenbaustellen sollen vernünftige Spuren für den Radverkehr in beiden Richtungen ausweisen. An Baustellen finden wir in Teltow immer wieder den Hinweis "Radfahrer absteigen". Hier fordern wir ein Umdenken der Stadtverwaltung. Die benachbarten Städte Berlin und Potsdam entwickeln sich in eine völlig entgegengesetzte Richtung, die Alternative zum Autoverkehr für die kurzen innerörtlichen Wege zu schaffen.

Abb. links: Auch eine Schilderkreation aus Teltow (Ruhlsdorfer Str.): Ein Gebotsschild mit Zusatzschild: Das was oben im blauen Schild dargestellt wird, steht in Schriftform nochmals drunter. Schilderwald. Da es keine alternative Route gibt, wird hier in alle Richtungen geradelt. Glückliche Verkehrslenkung ist, wenn die Lösungen auch angenommen werden.


Radspuren auf den Fahrbahnen oder teilweise baulich von der Fahrbahn getrennt würden ein zügiges und umweltfreundliches Vorankommen in der Region für die täglichen Wege ermöglichen.

Teltow profitiert vom Nutzen, den Anteil des Radverkehrs deutlich zu steigern. Ein Schutz vor Feinstaub- und Stickoxidbelastung, die mit der zunehmenden Siedlungsdichte in den Berufsverkehrszeiten nicht spurlos an unserer Region vor der Berliner Stadtgrenze vorbeizieht. Teltow wird leiser und sauberer durch mehr Radverkehr. Teltow braucht Radrouten, die auch mit e-bikes, Fahrradanhänger oder Lasträder befahrbar sind. Radwege mit einer Breite von 50 cm in der Lichterfelder Allee sind heute (und waren beim Bau der Fahrbahn in den 90er Jahren schon) nicht mehr zeitgemäß.

Wir möchten Teltow mitgestalten zu einer fahrradfreundlichen Stadt. Wir wollen mit der Stadtverwaltung einen Fahrradmasterplan erstellen, der sich in die Radwegeplanung der Region einfügt.

  • Stärkung der Hauptrouten aus Teltow heraus nach Potsdam und Berlin Charlottenburg / Steglitz
  • Ein innerörtliches Radwegenetz zur Verbindung der Wohngebiete mit den Gewerbestandorten und Bildungseinrichtungen
  • Sichere Schulwege: Mehr Schülern die Möglichkeiten geben auf ein auf die Schulstandorte ausgerichtetes Radroutennetz nutzen zu können mit dem Ziel den "Eltern-Bringdienst-per-PKW" einzudämmen und so Verkehr reduzieren und sichere Situationen vor den Schulen zu schaffen.
  • Ausbau und Ausschilderung der touristischen Radrouten ab den beiden Bahnhöfen über die ehemaligen Rieselfelder und Anbindung an den Fontane-Wanderweg sowie entlang des Teltowkanals Richtung Potsdam
  • Planeinsicht bei Straßenneubauten (je nach Zuständigkeit bei Stadt oder Landkreis), um bei künftigen Straßenneubauten die Interessen des Radverkehrs berücksichtigt zu wissen.
  • Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht. Hochbordradwege sollen ein Angebot für Kinder und unsichere Verkehrsteilnehmer sein. Der Radfahrer soll selbst entscheiden, ob er aufgrund seiner gefahrenen Geschwindigkeit sicherer auf der Fahrbahn aufgehoben ist.

Wenn Sie uns auf diesem Weg unterstützen möchten, melden Sie sich bei uns! Kommen Sie zu unseren ADFC Ortsgruppentreffen und bringen Sie ihre Ideen mit ein. Lassen Sie uns gemeinsam die Signale auf ein grünes Teltow schalten.

Mehr Rad kann Teltow nicht schaden!

 

 

 

 

 

MaJu, 27.02.2017