Straßenausbau in Ruhlsdorf: ADFC-Ortsgruppe hat für die Radwegproblematik eine Alternative!

 

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Wie der Presse zu entnehmen war, lässt die Breite der Trasse für die Landesstraße L794 in Ruhlsdorf keinen separaten Radweg wie gerade im weiteren Verlauf in Teltow gebaut zu. Und nicht jeder Radfahrer fühlt sich verständlicherweise auf einem an der Fahrbahn verlaufenden Radstreifen sicher.

Die ADFC-Ortsgruppe hat eine Variante für einen zusätzlichen von der Landesstraße unabhängigen Radweg zwischen OT Ruhlsdorf und Teltow als Ergänzung zum Ausbau der Landesstraße erarbeitet. Diese verkehrsarme Route beginnt in der Dorfstraße in Ruhlsdorf, führt dann östlich am OT Ruhlsdorf vorbei und erschließt über Blumensiedlung und Mühlendorf die Anne-Frank-Grundschule, das Kant-Gymnasium und den S-Bahnhof Teltow-Stadt.

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Vorab noch eine allgemeine Bemerkung: Generell ist es neben dem Radwegeausbau an den Hauptstraßen wichtig, Alternativen für Radfahrer abseits der Magistralen anzubieten. Nur so kann man die Mitbürger zum Umstieg auf dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel gewinnen und als Politik einen Beitrag zur Lösung der immer größer werdenden Verkehrsprobleme auf den Straßen der Stadt leisten.

P R E S S E M I T T E I L U N G
Stellungnahme zum Artikel: „Gefährlicher Weg zur Schule“, PPN online vom 10. April 2019

Straßenausbau in Ruhlsdorf: ADFC fordert Radweg-Alternative

„Die jetzige Diskussion in Ruhlsdorf zum Ausbau der Ortsdurchfahrt ist zu einseitig. Beide Alternativen, Radstreifen und gemeinsamer Geh- und Radweg sind für Radfahrer schlecht“, so Markus Jurziczek, Sprecher des Teltower ADFC.  „Wir wollen daher einen von der Landesstraße unabhängigen Radweg zwischen OT Ruhlsdorf und Teltow als Ergänzung zum Ausbau der Landesstraße“, fordert er.

„Ob man sich die enge Straße mit LKW und Autos bei angepeilten 50 km/h teilen muss, oder den zu engen Fußweg mit Fußgängern: In beiden Fällen sind Konflikte vorprogrammiert, die Radfahrer abschrecken“, so Jurziczek weiter. Aufgrund des engen Platzes wird man auf dieser Straße planerisch keine bessere Lösung finden. Daher soll ein unabhängiger Radweg Ruhlsdorf und Teltow verbinden. Diese verkehrsarme Route beginnt in der Dorfstraße in Ruhlsdorf, führt dann östlich am OT Ruhlsdorf vorbei, und erschließt über Blumensiedlung und Mühlendorf die Anne-Frank-Grundschule, das Kant-Gymnasium und den S-Bahnhof Teltow-Stadt, exklusiv für Radfahrer.

Dazu wären nur wenige Meter neuer Radweg erforderlich, ansonsten könnte die Verbindung über verkehrsarme Anwohnerstraßen geleitet werden. „Unsere Forderung richtet sich hier an die Politik, vornehmlich in Teltow. Denn ein solcher Radweg liegt nach geltender Gesetzeslage in der Verantwortung der Stadt. Es wären eigenständige Planungen notwendig, aber eine Biomalzspange bekommt die Stadt ja auch hin“, macht der Sprecher der Ortsgruppe des ADFC Teltow klar.

 Mit einem solchen, vom Autoverkehr weiträumig getrennten Radweg könnte man Menschen aller Altersgruppen ein sicheres und attraktives Angebot machen, um OT Ruhlsdorf mit Teltow auf dem Fahrrad zu verbinden. „Wenn auf der L794 im Ortsteil Ruhlsdorf (Teltower Straße) dann auch eine Geschwindigkeitsreduzierung von 30 km/h durch die Teltower Verkehrsbehörde angeordnet wird, ist ein Kompromiss Anbetracht der verfügbaren Straßenbreite gefunden“, glaubt der ADFC.

WoRi 19.04.2019