Wo bitte geht’s zum Mauerweg?

OpenStreetMap: Open Database Licence (ODbL) 1.0
Neuer Mauerwegverlauf am Jungfernsee

Am 15.08. fand der 100-Meilen-Lauf-Berlin auf der Mauerwegstrecke statt. Die gelben Markierungen, die den Verlauf kennzeichneten, sind auch zehn Tage später noch gut zu sehen. So kann die Erdlingslaufstaffel am 28. und 29.08., die Spenden für den gleichnamigen Lebenshof für Tiere im Bayerischen Wald einwirbt, sich gut daran orientieren. Nur an einer Stelle wird es eine Abwei­chung geben. Gleich hinter der Friedensbrücke in Neu Fahrland, wird es links in die am 24. Juli neu eröffnete Uferpromenade am Jungfernsee gehen, die sich nach 1,5 Km wieder mit der alten Strecke auf der Bertinistraße trifft. Das erspart den Läufer*innen den Stress an der B2 entlanglaufen zu müssen. Anscheinend hatte sich diese vorteilhafte Entwicklung nicht rechtzeitig zu den Organisatoren des 100-Meilen-Rennens durchgesprochen.

Mitte links: Michael Cramer, der Initiator des Mauerradwegs, rechts daneben: Matthias Klipp, Baubeigeordneter der Grünen1,5 Km Potsdamer Naturidylle direkt am Ufer des Jungfernsees laden nun zum Wandern, Joggen und Radfahren ein. Teilweise gepflastert und mit Aussichtsplattformen versehen, soll hier in Zukunft auch eine Haltestelle des Wassertaxis eingerichtet werden. An strategisch günstigen Punkten werden zurzeit Sitz­gelegen­heiten eingebaut, die dann zum Verweilen animieren sollen. Der Weg wird an einigen Stellen durch Gabionenmauern vor dem Herabfallen der noch losen Böschung geschützt. Trotzdem haben die letzten starken Regenfälle dazu geführt, dass der Weg teilweise von Sand überspült wurde und die Böschung nun stellenweise von Regenfurchen zerschnitten ist. Es wird einige Zeit brauchen, bis die neuen Pflanzen auf der Böschung genügend Wurzeln gebildet haben um das Erdreich zu binden. Erfreulicherweise waren die Wege aber innerhalb eines Tages wieder vom Sand befreit worden.

Offiziell ist dies ein Teil des Mauerradweges und Bestandteil des gesamtstädtischen Uferwegekonzeptes, sagte der Potsdamer Baubeigeordnete Matthias Klipp bei der Eröffnung. Ältere Teile des Weges sollen in nächster Zukunft erneuert und mit einer Asphaltdecke versehen werden. 2,5 Millionen hat sich Potsdam diese Erweiterung kosten lassen. Sie wurde durchgeführt von der Pro-Potsdam Tochtergesellschaft Ent­wicklungs­träger Bornstedter Feld unter der Leitung von Horst Müller-Zinsius.

Horst Müller-Zinsius, Sprecher der Geschäftsführer der Pro-Potsdam, beim Durchschneiden der symbolischen SperreDiese Neuerung kommt nur zwei Wochen nachdem ich nach Neu Fahrland gezogen bin; sie erspart mir täg­lich an der viel befahrenen B2 mit meinem Fahrrad zum Bahnhof Potsdam fahren zu müssen. Nun kann ich stattdessen den neuen Weg am Ufer des Jungfernsees nehmen, am Ende der Bertinistraße auf den Ökonomieweg im Neuen Garten wechseln, um über die Eisenhartstraße zum Potsdamer Rathaus zu ge­lan­gen. Der Rest ist dann wie gehabt. Nach einer solchen Anfahrt, lässt sich der Tag viel entspannter in An­griff nehmen. Herzlichen Dank an die Verantwortlichen für diese Entwicklung!

Autor: Frank Spade, Fotos: Ulf Hildebrand

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