Kleinmachnow per Fahrrad - Unmögliches wird vielleicht geändert

Fahrrad Masterplan Grundlagen 2010

Die Kleinmachnower Gemeindevertreter haben 2010 das Grundlagenpapier "Masterplan Fahrrad Kleinmachnow" zur Kenntnis genommen und die Umsetzung beschlossen (-> Grundlagenpapier Masterplan Fahrrad der Gemeinde Kleinmachnow , 29 MB).

Die Keinmachnower sollen stärker als in der Vergangenheit zum Radfahren animiert werden.

Grundlagen schaffen

Die Verwaltung wurde 2009 beauftragt, ein Grundlagenpapier für den „Masterplan Fahrrad Kleinmachnow“ zu erstellen. Einzelmaßnahmen, die in den nächsten Jahren realisiert werden, sollen in diesem Plan enthalten sein, und wie im Verkehrskonzept für Kleinmachnow, schrittweise realisiert werden.
Die Erarbeitung des Grundlagenpapiers „Masterplan Fahrrad“ erfolgte durch zwei externe Büros - PGV (Hannover) sowie Büro Schneewolf (Berlin),.
Der Antrag der Grünen - der damals vom ADFC Kleinmachnow uneingeschränkt begrüßt wurde - erhielt nach anfänglichem Zögern die Mehrheit in der Gemeindeversammlung. Sicher spielte dabei auch die Lobbyarbeit des ADFC eine Rolle, der unter anderem im Vorfeld der Bürgermeisterwahl alle Kandidaten zu einer Ratour durch den Ort geladen hatte. Bei dieser Radtour demonstrierte die Ortsgruppe des ADFC die Schwachstellen im  Kleinmachnower Radwegenetz.

Der Antrag im Wortlaut
Wir setzen uns dafür ein, dass unser Ort fahrradfreundlicher wird. Trotz des Baus zahlreicher Radwege gibt es noch einiges zu tun. Auch die Agenda 21- Gruppe Verkehr hat sich mit dem Thema auseinander gesetzt mit dem Ergebnis, dass wir in Kleinmachnow die besten Voraussetzungen haben, eine Musterkommune in Sachen Fahrrad zu werden. Der „Masterplan Fahrrad“ beinhaltet eine Radverkehrsstrategie, die Fahrradfreundlichkeit beweist und durch viele Einzelmaßnahmen das Gesicht unseres Ortes positiv verändern wird. Getragen werden soll diese Entwicklung von der Politik, der Wirtschaft, der Polizei und von jedem einzelnen Bürger.

Hauptpunkte in dem „Masterplan Fahrrad“:
Um den Anteil des Radverkehrs im Ort um 50 % bis 2012 zu steigern, müssen die Radwege sicherer werden. Dazu gehören bündige Anschlüsse, auch aus Nebenstraßen an Hauptstraßen und eine klare übersichtliche Verkehrsbeschilderung. Auch sämtliche  Fußwege unserer Gemeinde müssen in die Strategie einbezogen werden. Sie sind die „Radwege“ unserer kleineren Kinder, die nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) bis zum vollendeten 8. Lebensjahr mit ihren Rädern ausschließlich auf Fußwegen fahren müssen. Radfahrer bis zum vollendeten 10. Lebensjahr dürfen Fußwege benutzen, sie müssen weder auf Radwegen noch auf Fahrbahnen fahren. Da es in Tempo-30-Zonen grundsätzlich keine benutzungspflichtigen Radwege gibt, muss der „Masterplan Fahrrad“ auch diese Infrastrukturen berücksichtigen.

Notwendig sind

  • mehr Fahrradspuren an der Straße, Vorrang für Radfahrer an den Ampeln und fahrradfreundliche Kreisverkehre
  • weitere Verbesserungen der Verkehrssicherheit für Schüler durch Einführung von „Fahrradstraßen auf den Schulwegen“
  • bessere Verknüpfungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln und leichtere Erreichbarkeit von öffentlichen Gebäuden und Verkaufseinrichtungen durch
  • mehr und bessere Abstellanlagen (Fahrradbügel) an allen öffentlichen Gebäuden, vor Arztpraxen, Gaststätten und Geschäften und an Haltestellen
  • Mitnahmemöglichkeit für Fahrräder in Bussen
  • mehr Akzeptanz der Bürger und Geschäftsleute für Radfahrer durch die Schaffung einer Stellplatzsatzung für Fahrräder. Die Stellplatzsatzung für Autos bedarf einer Veränderung, denn Haushalte, die kein Auto besitzen, müssen weniger Fläche zur Verfügung stellen, als Haushalte mit einem oder mehreren Autos. Die Satzung beinhaltet vor allem auch öffentliche Stellplätze (vor Geschäften, an Haltestellen usw.)
  • eine effektive Wartung der Rad- und Fußwege sowie die dazu erforderliche ausreichende Mittelbereitstellung im Gemeindehaushalt
  • Schaffung der Stelle eines Fahrradbeauftragten, der alle Maßnahmen  koordiniert und für  Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Denkbar wäre es, diese Stelle in dem angestrebten Planungsverband der drei Kommunen Teltow, Stahnsdorf, Kleinmachnow zu schaffen.

 
Zum guten Ruf unseres Ortes trägt insgesamt ein fahrradfreundliches Klima bei. Dazu gehört, dass die Mitarbeiter der Verwaltung und der Bürgermeister nach Möglichkeit auch das Fahrrad benutzen. Dabei geht der Bürgermeister bereits jetzt schon mit gutem Beispiel voran. Die Nutzung der Dienstfahrräder sollte verstärkt werden.

Touristische Radwege im Ort und in der Verknüpfung mit den Nachbargemeinden müssen baulich verbessert und gut ausgeschildert werden. Das gilt besonders auch für die Wege am Teltowkanal mit Brücken im Bereich Dreilinden und der Teltowwerft sowie für den „Mauerradweg“ entlang der ehemaligen Grenze zu Berlin.

Fahrradfreundliche Gaststätten an diesen Wegen und Fahrradausleihstationen würden den Nutzen solchen Fortschritts für die Radwanderer zusätzlich erhöhen.

Leider ist dies aber bisher nur Zukunftsmusik

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