Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in Frankfurt (Oder)

Was wird dem Radverkehr versprochen?

10.05.2019, Frankfurt (Oder)
Foto von Rama, (CC BY-SA 2.0 FR)

Von null bis ausführlich. Der Radverkehr hat unterschiedlichen Stellenwert in den Wahlprogrammen der zehn antretenden Listen. Wir haben für Sie verglichen, damit sie ihre Wahlentscheidung treffen können.

Wie schon bei den Kommunalwahlen 2008 und 2014 haben wir wieder die Programme der antretenden Listen auf den Inhalt zum Radverkehr überprüft.

Die Reihenfolge der Aufzählung entspricht der Mitteilung des Landeswahlleiters

Programmvergleich Radverkehr:
Liste 1:   DIE LINKE (DIE LINKE)
Liste 2:   Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
Liste 3:   Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Liste 4:   Alternative für Deutschland (AfD)
Liste 5:   Bündnis 90/DIE GRÜNEN & Bürgerinitiative Stadtentwicklung
                (GRÜNE/B 90 & BI Stadtentwicklung)
Liste 6:   Bürgerinitiative Stadtumbau (Bürgerinitiative Stadtumbau
Liste 7:   Freie Demokratische Partei (FDP)
Liste 8:   Piratenpartei Deutschland (Piraten)
Liste 9:   Frankfurter-Bürger-Initiative / BVB / FREIE WÄHLER (FBI / BVB / FREIE WÄHLER)
Liste 10: Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative
                (Die Partei)

Zur Kommunalwahl am 26. Mai 2019 bewerben sich in Frankfurt (Oder) 181 Kandidierende (davon 49 Frauen und 1 Unionsbürger) auf zehn Wahlvorschlägen (7 Parteien, 2 Listenverbindungen und 1 Wählergruppe) um die 46 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung. Erstmals ist die Stadt nicht in fünf, sondern nur noch in drei Wahlkreise aufgeteilt. Auf den Stimmzetteln der einzelnen Wahlkreise stehen 59 bis 62 Kandidierende aller zehn Wahlvorschläge.

Zu welchem Wahlkreis (WK) Ihre Wohnadresse gehört, können Sie grob hier entnehmen:

WK 1: Zentrum, Beresinchen, Markendorf, Hohenwalde, Güldendorf, Lossow
WK 2: West, Süd, Lichtenberg, Rosengarten
WK 3: Oberes Zentrum, Nord, Kliestow, Booßen

Im Zweifel schauen Sie auf Ihren Wahlbenachrichtigungsbrief oder in die Straßenliste im Amtsblatt 1/2019 ab Seite 6.

Alle Kandidierende der zehn Wahlvorschläge in Ihrem Wahlkreis finden Sie im Amtsblatt 3/2019 ab Seite 35.

Sie haben drei Stimmen, die beliebig kumuliert (auf ein oder zwei Kandidierende zusammengefasst) oder panschiert (auf Kandidierende verschiedener Wahlvorschläge verteilt) werden können. Machen Sie mehr als drei Kreuze oder bringen irgendwelche Zusätze an, wird Ihr Stimmzettel ungültig.

Bitte prüfen Sie die Programme, befragen Sie Ihre Kandidierenden und gehen Sie wählen! Wir haben für Sie schon mal herausgesucht, was die zehn Wahlvorschläge zum Radverkehr in Ihre Programme geschrieben haben (Reihenfolge wie auf den Stimmzetteln):

DIE LINKE

Im Programm der Linken finden sich stichpunktartig mehrere, allgemein gehaltene Forderungen zur Stärkung des Radverkers:

»Weiterer Ausbau des Radwegenetzes …
Stärkung von E-Mobilität und Radverkehr, mehr Investitionen in Rad- und Gehwege
Errichtung eines geschlossenen Radverkehrsnetzes
Beseitigung von Unfallschwerpunkten und Barrieren im Radverkehr
sichere Fahrradabstellmöglichkeiten und Fahrradverleihangebote«

Quelle: https://ffowahl19.dielinke-ffo.de/programm-zur-kommunalwahl-2019/

CDU

Die CDU will den Radverkehr fördern, bleibt dabei aber allgemein:

»Zu einer zeitgemäßen Stadt gehören für alle Generationen ein moderner ÖPNV und eine moderne Verkehrsinfrastruktur. Moderne Verkehrsinfrastruktur besteht aus barrierefreiem und grenzüberschreitendem ÖPNV, instandgesetzten „Gehwegen“, gut ausgebauten Straßen und zusammenhängenden Fahrradwegen«.

Quelle: https://cdu-frankfurt-oder.de/34_114_Kommunalwahlprogramm.html

SPD

Die SPD bleibt allgemein, wünscht sich aber eine »motivierende« Radverkehrsinfrastruktur:

»Die SPD Frankfurt (Oder) unterstützt ein bedarfsgerechtes gesamtstädtisches Mobilitätskonzept und eine motivierende Radverkehrsinfrastruktur. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger stellt dafür einen zentralen Baustein dar«.

Quelle: http://www.spd-frankfurt-oder.de/kommunalwahlprogramm/

AfD

Die AfD macht viele Worte ums Radfahren, aber nur »wenn dadurch nicht der Verkehrsraum für Kraftfahrzeuge eingeschränkt wird«. Das Parken für Kraftfahrzeuge will sie für drei Stunden im gesamten Innenstadtbereich kostenlos erlauben:

»Den Ausbau des Radwegenetzes unterstützen wir, wenn dadurch nicht der Verkehrsraum für Kraftfahrzeuge eingeschränkt wird und Radwege auch tatsächlich bedarfsorientiert eingerichtet werden. In diesem Zusammenhang machen wir und für eine Ausweitung von Radladstationen zur Unterstützung des zunehmenden E-Fahrrad-Verkehrs stark und fordern die Einrichtung von Fahrradgaragen als sichere Abstellmöglichkeiten, besonders in der Innenstadt«.

Quelle: http://www.afd-ffo.de/wahlprogramm/

GRÜNE/B 90 & BI Stadtentwicklung

Für die Grünen (die in Listenverbindung mit der Bürgerinitiative Stadtentwicklung antreten) »haben der öffentliche Nahverkehr, Radfahrer*innen und Fußgänger*innen Vorfahrt. … Alle Verkehrsarten sollen in einem integrierten Konzept aufeinander und mit der Stadtentwicklung abgestimmt werden«. Konkret heißt es:

»BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich dafür ein, gleich zu Beginn der neuen Wahlperiode das Radverkehrskonzept fortzuschreiben, die Radrouten durchgängig zu entwickeln und im Haushalt mittelfristig auch investive Maßnahmen für den Radverkehr einzuplanen. Es braucht eine zügige Umsetzung mit Zeitplan und Prioritätensetzung. Die Führung des Radverkehrs soll in der Regel nicht auf den Gehwegen, sondern der Fahrbahn erfolgen. Radfahrstreifen sollen zukünftig überall, wo es möglich ist, gegenüber Schutzstreifen bevorzugt werden, weil sie komfortabler und sicherer sind. An geeigneten Stellen soll auch die Anordnung geschützter Radfahrstreifen („Protected Bike Lanes“) geprüft werden, die baulich vom restlichen Straßenverkehr getrennt sind. Radwege dürfen nicht wie so oft genau vor den großen Kreuzungen aufhören, das betrifft insbesondere die Kreuzung direkt vor der Stadtbrücke. Hierzu muss sich die Abstimmung mit dem Landesbetrieb für Straßenwesen verbessern. Wir brauchen sichere Abstellanlagen an allen wichtigen Punkten der Stadt in ausreichender Anzahl und Qualität, insbesondere am Bahnhof besteht dringender Nachholbedarf. Ein Mietfahrradangebot soll geprüft und entsprechende Initiativen unterstützt werden. Alle Maßnahmen sind in der Fortschreibung der Radverkehrskonzeption koordiniert zu erfassen und damit in den Mobilitätsplan 2030+ zu integrieren«.

Quelle: https://www.gruene-frankfurt-oder.de/wahlen/kommunalwahlen2019/kommunalwahlprogramm/

BI Stadtumbau

Kein Wahlprogramm und keine Website gefunden. Auf Facebook stellen sich insbesondere einzelne Kandidierende mit eigenen Flyern vor.

Facebook: https://www.facebook.com/B%C3%BCrgerinitiative-Stadtumbau-Soziale-Stadt-957908501075578/

FDP

Im Wahlprogramm der FDP findet sich nichts zum Radverkehr.

Einzigst im Punkt Sicheres Frankfurt heißt es »Seit Wegfall der Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Polen ist die Kriminalität entgegen anders lautender Darstellung und Prognosen nicht gesunken, sondern in wesentlichen Bereichen wie Auto- und Fahrraddiebstahl, Einbruchdiebstählen in Büros, Wohnungen und Gartenlauben sowie beim Baugerätediebstahl gestiegen«.
»Die Freien Demokraten erwarten von der Stadt Frankfurt (Oder), die Bundes- und Landesregierung zum konsequenten Handeln aufzufordern. Die Sicherheit in der Grenzregion und die Bekämpfung der Grenzkriminalität soll so verbessert werden«.

Quelle: https://www.yumpu.com/de/document/read/62627070/kommunalwahlprogramm-2019-2

PIRATEN

Im Wahlprogramm der PIRATEN PARTEI findet sich nichts zum Radverkehr. Beim Thema Verkehr und Umwelt haben wir Folgendes gefunden:

»In einer von Armut geprägten Stadt ist fahrscheinloser ÖPNV erforderlich. Die Frequenz im ÖPNV muß erhöht werden. Die Verkehrsführung in der Stadt muss ebenfalls überdacht werden und um die Magistrale müssen Parkhäuser geschaffen werden. Eine zweite Oderbrücke ist ebenfalls sinnvoll. Dabei soll die innerstädtische Oderbrücke nur für den kleinen Grenzverkehr genutzt werden. Es müssen mehr Fußgängerzonen geschaffen werden und der ÖPNV muss ausgebaut werden. Wir brauchen endlich eine Umgehungsstraße um Frankfurt. Der Schwerlastverkehr sollte vor der Stadt auf die Bahn umgesetzt werden. Wir Frankfurter Piraten setzen uns dafür ein, dass die Bürger gesundes Leben in der Stadt führen können, was nicht durch Abgase und Feinstaub belastet wird«.

»Ziel soll es sein, Frankfurt zu einer umweltfreundlichen Stadt umzubauen. Dabei brauchen wir Blühstreifen, viele Bäume und die Möglichkeit, Bürger am Pflanzen zu beteiligen. Dazu müssen einzelne Satzungen so geändert werden, dass auch Gemüse in der Stadt angepflanzt werden darf. Wir Frankfurter Piraten setzen uns dafür ein, dass Frankfurt nicht nur eine Stadt in einer natürlich interessanten Umgebung ist, sondern selbst zu einem interessante und vielfältigem Naturraum wird«.

Website: https://piraten-dos.de/2019/05/03/wahlthemen-frankfurt-oder-2019/

FBI / BVB / FREIE WÄHLER

Die »Frankfurter Bürgerinitiative« (FBI), gegründet im Vorfeld der Oberbürgermeisterwahl 2018, tritt in Listenverbindung mit dem Brandenburger Netzwerk BVB / FREIE WÄHLER an. Ein Wahlprogramm ist nicht auffindbar, aber einzelne Flyer mit programmatischen Schwerpunkten. Zum Radverkehr heißt es da:

»Wir wollen mehr Radwege, bessere Gehwege und Straßen bei Erhaltung und Pflege der alten Bäume und des Stadtgrüns«.

Quelle: https://www.frankfurter-buerger-initiative.de/

Die PARTEI

Im Wahlprogramm von Die PARTEI findet sich nichts zum Radverkehr.

Quelle: https://die-partei.net/frankfurt-oder/programm/


Alle Angaben der Parteien wurden zwischen dem 8. und 10.5. per Internetrecherche erhoben.

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Radverkehr wird nur in Kapitel 3 »Der Wirtschafts-, Forschungs-, Einzelhandels- und Tourismusstandort Frankfurt (Oder): Auf die eigene Kraft besinnen« als einer von vier Schwerpunkten im Tourismus-Bereich aufgezählt.

»Wir setzen uns ein für:

… den Ausbau von Frankfurt (Oder) als touristisches, kulturell-sehenswertes Zentrum in einer erkundenswerten Region durch die Stärkung von:

• Städtetourismus

• Radtourismus

• Wassertourismus

• Kulturtourismus«

2008 stand eine inhaltlich identische Formulierung im Wahlprogramm. Da keine konkreten Maßnahmen zur Radverkehrsförderung genannt wurden, lässt sich der Umsetzungsstand nicht bewerten.

 

 

Liste 2: Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

 

Wahlprogramm [http://www.spd-frankfurt-oder.de/frankfurter-politik.html]:

 

Auch für die SPD spielt Radverkehr nur im touristischen Bereich eine Rolle. In Kapitel 13 »Marketing und Tourismus« heißt es:

»Die vielfältigen kulturellen und touristischen Angebote, wie Konzerte, Ausstellungen, Stadtfeste, Sportveranstaltungen, die Möglichkeiten zur Erholung und zur sportlichen Betätigung, sowie den Fahrradtourismus gilt es noch besser touristisch zu vermarkten.«

Schon 2008 schrieb die SPD, dass die touristischen Angebote der Stadt mehr bekannt gemacht werden müssen. Irgendwelche Initiativen dazu haben wir nicht vernommen.

 

 

Liste 3: Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

 

Wahlprogramm [http://www.cdu-frankfurt-oder.de/index.php?ka=32&ska=105]:

 

In Kapitel 4 (Stadtentwicklung und Stadtumbau) wird in zwei Sätzen auch der Radverkehr erwähnt: »Für die Sanierung von Straßen, Geh- und Radwegen werden wir mehr Geld bereit stellen, um den Reparaturrückstau aufzuholen.« und »Lücken im Radwegenetz in der Stadt und zu den benachbarten Landkreise, wie z. B. zwischen Booßen und Treplin, wollen wir so schnell wie möglich schließen.« Peinlich: Der Radweg von Booßen nach Treplin wurde bereits am 10. Dezember 2010 eröffnet.

2008 versprach die CDU besonders auch im touristischen Radverkehr viel: »Wir sorgen für die Aufstellung von Servicestationen mit verschließbaren Fahrradboxen, Toiletten und Duschen in Zentrumsnähe, um unseren Gästen einen unbeschwerten Stadtbesuch zu ermöglichen. Für einen Abstecher zum Helenesee forcieren wir den Ausbau einer direkten Verbindung vom Fernradweg zum See.« Davon wurden nur die Fahrradboxen tatsächlich in Angriff genommen, aufgestellt sind sie jedoch bisher noch nicht.

 

 

Liste 4: Freie Demokratische Partei (FDP)

 

Wahlprogramm [http://www.fdp-ffo.de/inhalte/partei/aktuelles/%E2%80%9Efuer-ein-lebenswertes-frankfurt-oder-2014-%E2%80%93-2019%E2%80%9C-%E2%80%93-das-fdp-kommunalwahlpr]:

 

Aussagen zum Radverkehr: Fehlanzeige.

2008 formulierte die FDP noch ambitionierte Ziele »Frankfurt (Oder) hat noch nicht genügend für ein modernes Radwegenetz getan. Das Radwegenetz muss daher ausgebaut werden. Ein Ausspielen der Interessen von Rad- und Autofahrern wird durch die FDP eine Absage erteilt. Marode Radwege sind zu sanieren. Nebenstraßen sollten zu Fahrradtrassen ausgebaut werden, um so ein sicheres Radwegesystem zwischen den einzelnen Orts- bzw. Stadtteilen zu sichern. Das gesamte Netz ist entsprechend auszuschildern«. Irgendwelche Initiativen dazu haben wir nicht vernommen.

 

 

Liste 5: BürgerBündnis Freier Wähler e. V. (BürgerBündnis)

 

Wahlprogramm [http://www.buergerbuendnis-frankfurt-oder.de/wahlprogramm]:

 

Im Kapitel »Stadtentwicklung« schreibt das Bürgerbündnis: »Wir streben eine fahrradfreundliche Stadt mit einem gut ausgebauten Fahrradwegenetz an, damit kurze und mittlere Entfernungen bequem und sicher mit dem Fahrrad zurückgelegt werden können.«

2008 stand uns kein Wahlprogramm zur Auswertung zur Verfügung.

 

 

Liste 6: Listenvereinigung Bündnis 90/DIE GRÜNEN & Bürgerinitiative Stadtentwicklung (GRÜNE/B 90 & BI Stadtentwicklung)

 

Wahlprogramm [http://www.gruene-frankfurt-oder.de/wahl-zur-stvv-2014/unser-programm-2014]:

 

Im Kapitel »Grüne Welle für Bus, Bahn und Rad« zählen die Grünen viele Punkte zur Verbesserung des Radverkehrs auf. Auszug: »Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist eine spürbare Erhöhung des Radverkehrsanteils unverzichtbar, um die Ziele von Lärmaktionsplan, Luftreinhalteplan und Klimaschutzkonzept zu erreichen sowie die Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung zu erhöhen.« Sie wollen sich einsetzen »für die Schaffung von Schutzstreifen entlang der Radverkehrsrouten, die weitere Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung, die Ausweisung geeigneter Strecken als Fahrradstraße, eine fahrradfreundliche Gestaltung von Kreuzungen und sichere Abstellanlagen für Fahrräder«.

2008 standen ähnliche Forderungen im Wahlprogramm. So ist zum Beispiel die Schaffung der Kleistroute und die Einsetzung eines Radverkehrsbeauftragten auf Anträge der Grünen aus dem Jahr 2009 erfolgt.

 

 

Liste 7: Bürgerinitiative Stadtumbau (Bürgerinitiative Stadtumbau)

 

Wahlprogramm [http://www.bi-ffo.de]:

 

Die Bürgerinitiative Stadtumbau plädiert für ein Radwegenetz: »Im Straßenbau soll es Verpflichtung sein, Fahrradwege gleichzeitig einzurichten und bestehende Straßen mit solchen zu versehen, so dass auf Dauer ein vernünftiges, durchgehendes Fahrradwegenetz entsteht.«

2008 traf die BI noch keine Aussagen zum Radverkehr.

 

 

Liste 8: Alternative für Deutschland (AfD)

 

Wahlprogramm (nicht online, wurde uns auf Nachfrage zugesandt):

 

Die AfD trifft keine Aussagen zum Radverkehr. Vielmehr möchte sie den motorisierten Individualverkehr fördern, durch kostenlose Parkplätze im Zentrum und am Helenesee.

2008 trat die AfD nicht an.

 

 

Liste 9: Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die Partei)

 

Wahlprogramm (nicht online, wurde uns auf Nachfrage zugesandt):

 

Die Partei trifft keine Aussagen zum Radverkehr. Sie möchte dafür eine U-Bahn-Verbindung zwischen Frankfurt und Słubice errichten.

2008 trat Die Partei nicht an.

 

 

Liste 10: Piratenpartei Deutschland (Piraten)

 

Wahlprogramm [http://piraten-ffo.de/positionen-der-piraten-frankfurt-oder]:

 

Die Piraten erwähnen den Radverkehr nicht in ihren Positionen, treten aber für Dezentralisierung ein. Kurze Wege sind fahrradfreundlich.

2008 traten die Piraten nicht an.

 

 

Statistische Angaben zu Wahlkreisen und Kandidierenden

 

Die statistischen Angaben zu den Wahlvorschlägen für die Stadtverordnetenversammlung wurden aus den Angaben des Amtsblattes für die Stadt Frankfurt (Oder), Nr. 3/2014 vom 3. April 2014, Seiten 51 ff. [https://www.frankfurt-oder.de/stadt/Politik/amtsblatt/Amtsblaetter%202014/Documents/Amtsblatt%20Nr.%203%20vom%203.%20April%202014.pdf] ermittelt. Dort können auch alle Namen, Berufe, Adressen und Geburtsjahre der Kandidierenden nachgeschlagen werden.

 

Für die 46 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung bewerben sich 199 Kandidierende.

In den fünf Wahlkreisen treten je 36 bis 44 Kandidierende aus 8 bis 10 Listen an.

Durchschnittsalter: 51 Jahre.

59 Frauen (30% Frauenanteil).

 

Die genaue Wahlkreiseinteilung kann dem Amtsblatt für die Stadt Frankfurt (Oder), Nr. 1/2014 vom 25. Januar 2014, Seiten 14ff [https://www.frankfurt-oder.de/stadt/Politik/amtsblatt/Amtsblaetter%202014/Documents/Amtsblatt%20Nr.%201%20vom%20Januar%202014.pdf] entnommen werden.

 

 

Wahlkreis 1 (Stadtgebiet Mitte):

 

44 Kandidierende (Rang 1 aller fünf Wahlkreise)

aus 9 der zehn Listen. Liste 9 (Die Partei) tritt nicht an.

Durchschnittsalter: 50 Jahre (Rang 2 aller fünf Wahlkreise).

12 Frauen (27% Frauenanteil, Rang 3 aller fünf Wahlkreise).

 

 

Wahlkreis 2 (Stadtgebiet Beresinchen sowie Ortsteile Güldendorf und Lossow):

 

39 Kandidierende (Rang 3 aller fünf Wahlkreise)

aus allen zehn Listen.

Durchschnittsalter: 51 Jahre (Rang 3 aller fünf Wahlkreise).

10 Frauen (26% Frauenanteil, Rang 4 aller fünf Wahlkreise).

 

 

Wahlkreis 3 (Stadtgebiet Süd sowie Ortsteile Markendorf und Markendorf Siedlung):

 

36 Kandidierende (Rang 5 aller fünf Wahlkreise)

aus 8 der zehn Listen. Liste 9 (Die Partei) und Liste 10 (Piraten) treten nicht an.

Durchschnittsalter: 53 Jahre (Rang 4 aller fünf Wahlkreise).

9 Frauen (25% Frauenanteil, Rang 5 aller fünf Wahlkreise).

 

 

Wahlkreis 4 (Stadtgebiet Nord sowie Ortsteile Kliestow und Booßen):

 

39 Kandidierende (Rang 3 aller fünf Wahlkreise)

aus 8 der zehn Listen. Liste 7 (Bürgerinitiative Stadtumbau) und Liste 9 (Die Partei) treten nicht an.

Durchschnittsalter: 55 Jahre (Rang 5 aller fünf Wahlkreise).

13 Frauen (33% Frauenanteil, Rang 2 aller fünf Wahlkreise).

 

 

Wahlkreis 5 (Stadtgebiet West sowie Ortsteile Rosengarten/Pagram, Lichtenberg und Hohenwalde):

 

41 Kandidierende (Rang 2 aller fünf Wahlkreise)

aus 9 der zehn Listen. Liste 9 (Die Partei) tritt nicht an.

Durchschnittsalter: 48 Jahre (Rang 1 aller fünf Wahlkreise).

15 Frauen (37% Frauenanteil, Rang 1 aller fünf Wahlkreise).

 

 

 

Liste 1: DIE LINKE (DIE LINKE)

 

50 Kandidierende [http://www.dielinke-ffo.de/wahlen/kommunalwahl-2014/kandidatinnen-kandidaten] (Rang 1 aller zehn Listen).

Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 9 bis 12 Kandidierenden an.

Durchschnittsalter: 54 Jahre (Rang 8 aller zehn Listen).

18 Frauen (36% Frauenanteil, Rang 4 aller zehn Listen).

 

 

Liste 2: Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

 

43 Kandidierende (Rang 2 aller zehn Listen.

Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 7 bis 10 Kandidierenden an.

Durchschnittsalter: 55 Jahre (Rang 9 aller zehn Listen).

12 Frauen (28% Frauenanteil, Rang 5 aller zehn Listen).

 

 

 

Liste 3: Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

 

36 Kandidierende [http://www.cdu-frankfurt-oder.de/index.php?ka=32&ska=103] (Rang 3 aller zehn Listen).

Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 6 bis 8 Kandidierenden an.

Durchschnittsalter: 48 Jahre (Rang 5 aller zehn Listen).

7 Frauen (19% Frauenanteil, Rang 8 aller zehn Listen).

 

 

Liste 4: Freie Demokratische Partei (FDP)

 

17 Kandidierende (Rang 5 aller zehn Listen).

Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 2 bis 5 Kandidierenden an.

Durchschnittsalter: 52 Jahre (Rang 6 aller zehn Listen).

2 Frauen (12% Frauenanteil, Rang 9 aller zehn Listen).

 

 

Liste 5: BürgerBündnis Freier Wähler e. V. (BürgerBündnis)

 

7 Kandidierende (Rang 8 aller zehn Listen).

Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 1 bis 2 Kandidierenden an.

Durchschnittsalter: 55 Jahre (Rang 10 aller zehn Listen).

3 Frauen (43% Frauenanteil, Rang 8 aller zehn Listen).

 

 

Liste 6: Listenvereinigung Bündnis 90/DIE GRÜNEN & Bürgerinitiative Stadtentwicklung (GRÜNE/B 90 & BI Stadtentwicklung)

 

19 Kandidierende [http://www.gruene-frankfurt-oder.de/wahl-zur-stvv-2014/kandidatinnen] (Rang 4 aller zehn Listen).

Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 3 bis 4 Kandidierenden an.

Durchschnittsalter: 43 Jahre (Rang 3 aller zehn Listen).

10 Frauen (43% Frauenanteil, Rang 1 aller zehn Listen).

 

 

Liste 7: Bürgerinitiative Stadtumbau (Bürgerinitiative Stadtumbau)

 

8 Kandidierende (Rang 7 aller zehn Listen).

Tritt in vier der fünf Wahlkreise mit 1 bis 2 Kandidierenden an. Kein Antritt in Wahlkreis 4 (Nord).

Durchschnittsalter: 45 Jahre (Rang 4 aller zehn Listen).

3 Frauen (38% Frauenanteil, Rang 3 aller zehn Listen).

 

 

Liste 8: Alternative für Deutschland (AfD)

 

14 Kandidierende (Rang 6 aller zehn Listen).

Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 2 bis 3 Kandidierenden an.

Durchschnittsalter: 53 Jahre (Rang 7 aller zehn Listen).

3 Frauen (21% Frauenanteil, Rang 7 aller zehn Listen).

 

 

Liste 9: Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die Partei)

 

1 Kandidierender (Rang 10 aller zehn Listen).

Tritt nur im Wahlkreis 2 (Beresinchen) an.

Durchschnittsalter: 29 Jahre (Rang 1 aller zehn Listen).

0 Frauen (0% Frauenanteil, Rang 10 aller zehn Listen).

 

 

Liste 10: Piratenpartei Deutschland (Piraten)

 

4 Kandidierende (Rang 9 aller zehn Listen).

Tritt in vier der fünf Wahlkreise mit 1 bis 2 Kandidierenden an. Kein Antritt in Wahlkreis 3 (Süd).

Durchschnittsalter: 42 Jahre (Rang 2 aller zehn Listen).

1 Frau (25% Frauenanteil, Rang 6 aller zehn Listen).

 

Peter Hauptmann, Jens Möbis

Pressekontakt

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Ortsgruppe Frankfurt (Oder)
c/o Jens Möbis

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Tel.: 0335/54 35 35
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