Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in Frankfurt (Oder)

Was wird dem Radverkehr versprochen? Was wurde aus den Versprechen von 2008?

19.05.2014, Frankfurt (Oder)
Foto von Rama, (CC BY-SA 2.0 FR)

Von null bis ausführlich. Der Radverkehr hat unterschiedlichen Stellenwert in den Wahlprogrammen der zehn antretenden Listen. Wir haben für Sie verglichen.

Wie schon bei der letzten Kommunalwahl am 28. September 2008 haben wir wieder die Programme der antretenden Listen auf den Inhalt zum Radverkehr überprüft. Am Ende haben wir noch ein paar statistischen Übersichten zu den Kandidierenden und den Wahlkreisen zusammengestellt.

Programmvergleich Radverkehr:
Liste 1: DIE LINKE (DIE LINKE)
Liste 2: Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Liste 3: Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
Liste 4: Freie Demokratische Partei (FDP)
Liste 5: BürgerBündnis Freier Wähler e. V. (BürgerBündnis)
Liste 6: Listenvereinigung Bündnis 90/DIE GRÜNEN & Bürgerinitiative Stadtentwicklung (GRÜNE/B 90 & BI Stadtentwicklung)
Liste 7: Bürgerinitiative Stadtumbau (Bürgerinitiative Stadtumbau)
Liste 8: Alternative für Deutschland (AfD)
Liste 9: Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die Partei)
Liste 10: Piratenpartei Deutschland (Piraten)

Statistische Daten:
Wahlkreis 1 (Stadtgebiet Mitte):
Wahlkreis 2 (Stadtgebiet Beresinchen sowie Ortsteile Güldendorf und Lossow):
Wahlkreis 3 (Stadtgebiet Süd sowie Ortsteile Markendorf und Markendorf Siedlung):
Wahlkreis 4 (Stadtgebiet Nord sowie Ortsteile Kliestow und Booßen):
Wahlkreis 5 (Stadtgebiet West sowie Ortsteile Rosengarten/Pagram, Lichtenberg und Hohenwalde):
Liste 1
: DIE LINKE (DIE LINKE)
Liste 2: Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Liste 3: Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
Liste 4: Freie Demokratische Partei (FDP)
Liste 5: BürgerBündnis Freier Wähler e. V. (BürgerBündnis)
Liste 6: Listenvereinigung Bündnis 90/DIE GRÜNEN & Bürgerinitiative Stadtentwicklung (GRÜNE/B 90 & BI Stadtentwicklung)
Liste 7: Bürgerinitiative Stadtumbau (Bürgerinitiative Stadtumbau)
Liste 8: Alternative für Deutschland (AfD)
Liste 9: Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die Partei)
Liste 10: Piratenpartei Deutschland (Piraten)
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Programmvergleich Radverkehr

Liste 1: DIE LINKE (DIE LINKE)
Wahlprogramm: Radverkehr wird nur in Kapitel 3 »Der Wirtschafts-, Forschungs-, Einzelhandels- und Tourismusstandort Frankfurt (Oder): Auf die eigene Kraft besinnen« als einer von vier Schwerpunkten im Tourismus-Bereich aufgezählt. »Wir setzen uns ein für: … den Ausbau von Frankfurt (Oder) als touristisches, kulturell-sehenswertes Zentrum in einer erkundenswerten Region durch die Stärkung von: • Städtetourismus • Radtourismus • Wassertourismus • Kulturtourismus«.
2008 stand eine inhaltlich identische Formulierung im Wahlprogramm. Da keine konkreten Maßnahmen zur Radverkehrsförderung genannt wurden, lässt sich der Umsetzungsstand nicht bewerten.
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Liste 2: Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Wahlprogramm: Für die SPD spielt Radverkehr nur im touristischen Bereich eine Rolle. In Kapitel 13 »Marketing und Tourismus« heißt es: »Die vielfältigen kulturellen und touristischen Angebote, wie Konzerte, Ausstellungen, Stadtfeste, Sportveranstaltungen, die Möglichkeiten zur Erholung und zur sportlichen Betätigung, sowie den Fahrradtourismus gilt es noch besser touristisch zu vermarkten.«
Schon 2008 schrieb die SPD, dass die touristischen Angebote der Stadt mehr bekannt gemacht werden müssen. Irgendwelche Initiativen dazu haben wir nicht vernommen.
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Liste 3: Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
Wahlprogramm: In Kapitel 4 »Stadtentwicklung und Stadtumbau« wird in zwei Sätzen auch der Radverkehr erwähnt: »Für die Sanierung von Straßen, Geh- und Radwegen werden wir mehr Geld bereit stellen, um den Reparaturrückstau aufzuholen«. und »Lücken im Radwegenetz in der Stadt und zu den benachbarten Landkreise, wie z. B. zwischen Booßen und Treplin, wollen wir so schnell wie möglich schließen«. Peinlich: Der Radweg von Booßen nach Treplin wurde bereits am 10. Dezember 2010 eröffnet.
2008 versprach die CDU besonders auch im touristischen Radverkehr viel: »Wir sorgen für die Aufstellung von Servicestationen mit verschließbaren Fahrradboxen, Toiletten und Duschen in Zentrumsnähe, um unseren Gästen einen unbeschwerten Stadtbesuch zu ermöglichen. Für einen Abstecher zum Helenesee forcieren wir den Ausbau einer direkten Verbindung vom Fernradweg zum See«. Davon wurden nur die Fahrradboxen tatsächlich in Angriff genommen, aufgestellt sind sie jedoch bisher noch nicht.
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Liste 4: Freie Demokratische Partei (FDP)
Wahlprogramm: Aussagen zum Radverkehr: Fehlanzeige.
2008 formulierte die FDP noch ambitionierte Ziele »Frankfurt (Oder) hat noch nicht genügend für ein modernes Radwegenetz getan. Das Radwegenetz muss daher ausgebaut werden. Ein Ausspielen der Interessen von Rad- und Autofahrern wird durch die FDP eine Absage erteilt. Marode Radwege sind zu sanieren. Nebenstraßen sollten zu Fahrradtrassen ausgebaut werden, um so ein sicheres Radwegesystem zwischen den einzelnen Orts- bzw. Stadtteilen zu sichern. Das gesamte Netz ist entsprechend auszuschildern«. Irgendwelche Initiativen dazu haben wir nicht vernommen.
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Liste 5: BürgerBündnis Freier Wähler e. V. (BürgerBündnis)
Wahlprogramm: Im Kapitel »Stadtentwicklung« schreibt das BürgerBündnis: »Wir streben eine fahrradfreundliche Stadt mit einem gut ausgebauten Fahrradwegenetz an, damit kurze und mittlere Entfernungen bequem und sicher mit dem Fahrrad zurückgelegt werden können«.
2008 stand uns kein Wahlprogramm zur Auswertung zur Verfügung.
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Liste 6: Listenvereinigung Bündnis 90/DIE GRÜNEN & Bürgerinitiative Stadtentwicklung (GRÜNE/B 90 & BI Stadtentwicklung) Wahlprogramm: Im Kapitel »Grüne Welle für Bus, Bahn und Rad« zählen die Grünen viele Punkte zur Verbesserung des Radverkehrs auf. Auszug: »Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist eine spürbare Erhöhung des Radverkehrsanteils unverzichtbar, um die Ziele von Lärmaktionsplan, Luftreinhalteplan und Klimaschutzkonzept zu erreichen sowie die Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung zu erhöhen.« Sie wollen sich einsetzen »für die Schaffung von Schutzstreifen entlang der Radverkehrsrouten, die weitere Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung, die Ausweisung geeigneter Strecken als Fahrradstraße, eine fahrradfreundliche Gestaltung von Kreuzungen und sichere Abstellanlagen für Fahrräder«.
2008 standen ähnliche Forderungen im Wahlprogramm. So ist zum Beispiel die Schaffung der Kleistroute und die Einsetzung eines Radverkehrsbeauftragten auf Anträge der Grünen aus dem Jahr 2009 erfolgt.
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Liste 7: Bürgerinitiative Stadtumbau (Bürgerinitiative Stadtumbau)
Wahlprogramm: Die Bürgerinitiative Stadtumbau plädiert für ein Radwegenetz: »Im Straßenbau soll es Verpflichtung sein, Fahrradwege gleichzeitig einzurichten und bestehende Straßen mit solchen zu versehen, so dass auf Dauer ein vernünftiges, durchgehendes Fahrradwegenetz entsteht.«
2008 traf die BI noch keine Aussagen zum Radverkehr.
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Liste 8: Alternative für Deutschland (AfD)
Wahlprogramm (nicht online, wurde uns auf Nachfrage zugesandt): Die AfD trifft keine Aussagen zum Radverkehr. Vielmehr möchte sie den motorisierten Individualverkehr fördern, durch kostenlose Parkplätze im Zentrum und am Helenesee.
2008 trat die AfD nicht an.
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Liste 9: Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die Partei)
Wahlprogramm (nicht online, wurde uns auf Nachfrage zugesandt): Die Partei trifft keine Aussagen zum Radverkehr. Sie möchte dafür eine U-Bahn-Verbindung zwischen Frankfurt und Słubice errichten.
2008 trat Die Partei nicht an.
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Liste 10: Piratenpartei Deutschland (Piraten)
Wahlprogramm:
Die Piraten erwähnen den Radverkehr nicht in ihren Positionen, treten aber für Dezentralisierung ein. Kurze Wege sind fahrradfreundlich.
2008 traten die Piraten nicht an.
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Statistische Angaben zu Wahlkreisen und Kandidierenden
Die statistischen Angaben zu den Wahlvorschlägen für die Stadtverordnetenversammlung wurden aus den Angaben des Amtsblattes für die Stadt Frankfurt (Oder), Nr. 3/2014 vom 3. April 2014, Seiten 51 ff. ermittelt. Dort können auch alle Namen, Berufe, Adressen und Geburtsjahre der Kandidierenden nachgeschlagen werden.
Für die 46 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung bewerben sich 199 Kandidierende. In den fünf Wahlkreisen treten je 36 bis 44 Kandidierende aus 8 bis 10 Listen an. Durchschnittsalter: 51 Jahre. 59 Frauen (30% Frauenanteil).
Die genaue Wahlkreiseinteilung kann dem Amtsblatt für die Stadt Frankfurt (Oder), Nr. 1/2014 vom 25. Januar 2014, Seiten 14ff  entnommen werden.
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Wahlkreis 1 (Stadtgebiet Mitte):
44 Kandidierende (Rang 1 aller fünf Wahlkreise) aus 9 der zehn Listen. Liste 9 (Die Partei) tritt nicht an.
Durchschnittsalter: 50 Jahre (Rang 2 aller fünf Wahlkreise).
12 Frauen (27% Frauenanteil, Rang 3 aller fünf Wahlkreise).
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Wahlkreis 2 (Stadtgebiet Beresinchen sowie Ortsteile Güldendorf und Lossow):
39 Kandidierende (Rang 3 aller fünf Wahlkreise) aus allen zehn Listen.
Durchschnittsalter: 51 Jahre (Rang 3 aller fünf Wahlkreise).
10 Frauen (26% Frauenanteil, Rang 4 aller fünf Wahlkreise).
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Wahlkreis 3 (Stadtgebiet Süd sowie Ortsteile Markendorf und Markendorf Siedlung):
36 Kandidierende (Rang 5 aller fünf Wahlkreise) aus 8 der zehn Listen. Liste 9 (Die Partei) und Liste 10 (Piraten) treten nicht an.
Durchschnittsalter: 53 Jahre (Rang 4 aller fünf Wahlkreise).
9 Frauen (25% Frauenanteil, Rang 5 aller fünf Wahlkreise).
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Wahlkreis 4 (Stadtgebiet Nord sowie Ortsteile Kliestow und Booßen):
39 Kandidierende (Rang 3 aller fünf Wahlkreise) aus 8 der zehn Listen. Liste 7 (Bürgerinitiative Stadtumbau) und Liste 9 (Die Partei) treten nicht an.
Durchschnittsalter: 55 Jahre (Rang 5 aller fünf Wahlkreise).
13 Frauen (33% Frauenanteil, Rang 2 aller fünf Wahlkreise).
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Wahlkreis 5 (Stadtgebiet West sowie Ortsteile Rosengarten/Pagram, Lichtenberg und Hohenwalde):
41 Kandidierende (Rang 2 aller fünf Wahlkreise) aus 9 der zehn Listen. Liste 9 (Die Partei) tritt nicht an.
Durchschnittsalter: 48 Jahre (Rang 1 aller fünf Wahlkreise).
15 Frauen (37% Frauenanteil, Rang 1 aller fünf Wahlkreise).
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Liste 1: DIE LINKE (DIE LINKE)
50 Kandidierende (Rang 1 aller zehn Listen). Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 9 bis 12 Kandidierenden an.
Durchschnittsalter: 54 Jahre (Rang 8 aller zehn Listen).
18 Frauen (36% Frauenanteil, Rang 4 aller zehn Listen).
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Liste 2: Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
43 Kandidierende (Rang 2 aller zehn Listen. Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 7 bis 10 Kandidierenden an.
Durchschnittsalter: 55 Jahre (Rang 9 aller zehn Listen).
12 Frauen (28% Frauenanteil, Rang 5 aller zehn Listen).
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Liste 3: Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
36 Kandidierende (Rang 3 aller zehn Listen). Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 6 bis 8 Kandidierenden an.
Durchschnittsalter: 48 Jahre (Rang 5 aller zehn Listen).
7 Frauen (19% Frauenanteil, Rang 8 aller zehn Listen).
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Liste 4: Freie Demokratische Partei (FDP)
17 Kandidierende (Rang 5 aller zehn Listen). Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 2 bis 5 Kandidierenden an.
Durchschnittsalter: 52 Jahre (Rang 6 aller zehn Listen).
2 Frauen (12% Frauenanteil, Rang 9 aller zehn Listen).
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Liste 5: BürgerBündnis Freier Wähler e. V. (BürgerBündnis)
7 Kandidierende (Rang 8 aller zehn Listen). Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 1 bis 2 Kandidierenden an.
Durchschnittsalter: 55 Jahre (Rang 10 aller zehn Listen).
3 Frauen (43% Frauenanteil, Rang 2 aller zehn Listen).
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Liste 6: Listenvereinigung Bündnis 90/DIE GRÜNEN & Bürgerinitiative Stadtentwicklung (GRÜNE/B 90 & BI Stadtentwicklung)
19 Kandidierende (Rang 4 aller zehn Listen). Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 3 bis 4 Kandidierenden an.
Durchschnittsalter: 43 Jahre (Rang 3 aller zehn Listen).
10 Frauen (53% Frauenanteil, Rang 1 aller zehn Listen).
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Liste 7: Bürgerinitiative Stadtumbau (Bürgerinitiative Stadtumbau)
8 Kandidierende (Rang 7 aller zehn Listen). Tritt in vier der fünf Wahlkreise mit 1 bis 2 Kandidierenden an. Kein Antritt in Wahlkreis 4 (Nord).
Durchschnittsalter: 45 Jahre (Rang 4 aller zehn Listen).
3 Frauen (38% Frauenanteil, Rang 3 aller zehn Listen).
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Liste 8: Alternative für Deutschland (AfD)
14 Kandidierende (Rang 6 aller zehn Listen). Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 2 bis 3 Kandidierenden an.
Durchschnittsalter: 53 Jahre (Rang 7 aller zehn Listen).
3 Frauen (21% Frauenanteil, Rang 7 aller zehn Listen).
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Liste 9: Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die Partei)
1 Kandidierender (Rang 10 aller zehn Listen). Tritt nur im Wahlkreis 2 (Beresinchen) an.
Durchschnittsalter: 29 Jahre (Rang 1 aller zehn Listen).
0 Frauen (0% Frauenanteil, Rang 10 aller zehn Listen).
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Liste 10: Piratenpartei Deutschland (Piraten)
4 Kandidierende (Rang 9 aller zehn Listen). Tritt in vier der fünf Wahlkreise mit 1 Kandidierenden an. Kein Antritt in Wahlkreis 3 (Süd).
Durchschnittsalter: 42 Jahre (Rang 2 aller zehn Listen).
1 Frau (25% Frauenanteil, Rang 6 aller zehn Listen).
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Update: 21. Mai 2014
Peter Hauptmann, Jens Möbis

 

Radverkehr wird nur in Kapitel 3 »Der Wirtschafts-, Forschungs-, Einzelhandels- und Tourismusstandort Frankfurt (Oder): Auf die eigene Kraft besinnen« als einer von vier Schwerpunkten im Tourismus-Bereich aufgezählt.

»Wir setzen uns ein für:

… den Ausbau von Frankfurt (Oder) als touristisches, kulturell-sehenswertes Zentrum in einer erkundenswerten Region durch die Stärkung von:

• Städtetourismus

• Radtourismus

• Wassertourismus

• Kulturtourismus«

2008 stand eine inhaltlich identische Formulierung im Wahlprogramm. Da keine konkreten Maßnahmen zur Radverkehrsförderung genannt wurden, lässt sich der Umsetzungsstand nicht bewerten.

 

 

Liste 2: Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

 

Wahlprogramm [http://www.spd-frankfurt-oder.de/frankfurter-politik.html]:

 

Auch für die SPD spielt Radverkehr nur im touristischen Bereich eine Rolle. In Kapitel 13 »Marketing und Tourismus« heißt es:

»Die vielfältigen kulturellen und touristischen Angebote, wie Konzerte, Ausstellungen, Stadtfeste, Sportveranstaltungen, die Möglichkeiten zur Erholung und zur sportlichen Betätigung, sowie den Fahrradtourismus gilt es noch besser touristisch zu vermarkten.«

Schon 2008 schrieb die SPD, dass die touristischen Angebote der Stadt mehr bekannt gemacht werden müssen. Irgendwelche Initiativen dazu haben wir nicht vernommen.

 

 

Liste 3: Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

 

Wahlprogramm [http://www.cdu-frankfurt-oder.de/index.php?ka=32&ska=105]:

 

In Kapitel 4 (Stadtentwicklung und Stadtumbau) wird in zwei Sätzen auch der Radverkehr erwähnt: »Für die Sanierung von Straßen, Geh- und Radwegen werden wir mehr Geld bereit stellen, um den Reparaturrückstau aufzuholen.« und »Lücken im Radwegenetz in der Stadt und zu den benachbarten Landkreise, wie z. B. zwischen Booßen und Treplin, wollen wir so schnell wie möglich schließen.« Peinlich: Der Radweg von Booßen nach Treplin wurde bereits am 10. Dezember 2010 eröffnet.

2008 versprach die CDU besonders auch im touristischen Radverkehr viel: »Wir sorgen für die Aufstellung von Servicestationen mit verschließbaren Fahrradboxen, Toiletten und Duschen in Zentrumsnähe, um unseren Gästen einen unbeschwerten Stadtbesuch zu ermöglichen. Für einen Abstecher zum Helenesee forcieren wir den Ausbau einer direkten Verbindung vom Fernradweg zum See.« Davon wurden nur die Fahrradboxen tatsächlich in Angriff genommen, aufgestellt sind sie jedoch bisher noch nicht.

 

 

Liste 4: Freie Demokratische Partei (FDP)

 

Wahlprogramm [http://www.fdp-ffo.de/inhalte/partei/aktuelles/%E2%80%9Efuer-ein-lebenswertes-frankfurt-oder-2014-%E2%80%93-2019%E2%80%9C-%E2%80%93-das-fdp-kommunalwahlpr]:

 

Aussagen zum Radverkehr: Fehlanzeige.

2008 formulierte die FDP noch ambitionierte Ziele »Frankfurt (Oder) hat noch nicht genügend für ein modernes Radwegenetz getan. Das Radwegenetz muss daher ausgebaut werden. Ein Ausspielen der Interessen von Rad- und Autofahrern wird durch die FDP eine Absage erteilt. Marode Radwege sind zu sanieren. Nebenstraßen sollten zu Fahrradtrassen ausgebaut werden, um so ein sicheres Radwegesystem zwischen den einzelnen Orts- bzw. Stadtteilen zu sichern. Das gesamte Netz ist entsprechend auszuschildern«. Irgendwelche Initiativen dazu haben wir nicht vernommen.

 

 

Liste 5: BürgerBündnis Freier Wähler e. V. (BürgerBündnis)

 

Wahlprogramm [http://www.buergerbuendnis-frankfurt-oder.de/wahlprogramm]:

 

Im Kapitel »Stadtentwicklung« schreibt das Bürgerbündnis: »Wir streben eine fahrradfreundliche Stadt mit einem gut ausgebauten Fahrradwegenetz an, damit kurze und mittlere Entfernungen bequem und sicher mit dem Fahrrad zurückgelegt werden können.«

2008 stand uns kein Wahlprogramm zur Auswertung zur Verfügung.

 

 

Liste 6: Listenvereinigung Bündnis 90/DIE GRÜNEN & Bürgerinitiative Stadtentwicklung (GRÜNE/B 90 & BI Stadtentwicklung)

 

Wahlprogramm [http://www.gruene-frankfurt-oder.de/wahl-zur-stvv-2014/unser-programm-2014]:

 

Im Kapitel »Grüne Welle für Bus, Bahn und Rad« zählen die Grünen viele Punkte zur Verbesserung des Radverkehrs auf. Auszug: »Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist eine spürbare Erhöhung des Radverkehrsanteils unverzichtbar, um die Ziele von Lärmaktionsplan, Luftreinhalteplan und Klimaschutzkonzept zu erreichen sowie die Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung zu erhöhen.« Sie wollen sich einsetzen »für die Schaffung von Schutzstreifen entlang der Radverkehrsrouten, die weitere Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung, die Ausweisung geeigneter Strecken als Fahrradstraße, eine fahrradfreundliche Gestaltung von Kreuzungen und sichere Abstellanlagen für Fahrräder«.

2008 standen ähnliche Forderungen im Wahlprogramm. So ist zum Beispiel die Schaffung der Kleistroute und die Einsetzung eines Radverkehrsbeauftragten auf Anträge der Grünen aus dem Jahr 2009 erfolgt.

 

 

Liste 7: Bürgerinitiative Stadtumbau (Bürgerinitiative Stadtumbau)

 

Wahlprogramm [http://www.bi-ffo.de]:

 

Die Bürgerinitiative Stadtumbau plädiert für ein Radwegenetz: »Im Straßenbau soll es Verpflichtung sein, Fahrradwege gleichzeitig einzurichten und bestehende Straßen mit solchen zu versehen, so dass auf Dauer ein vernünftiges, durchgehendes Fahrradwegenetz entsteht.«

2008 traf die BI noch keine Aussagen zum Radverkehr.

 

 

Liste 8: Alternative für Deutschland (AfD)

 

Wahlprogramm (nicht online, wurde uns auf Nachfrage zugesandt):

 

Die AfD trifft keine Aussagen zum Radverkehr. Vielmehr möchte sie den motorisierten Individualverkehr fördern, durch kostenlose Parkplätze im Zentrum und am Helenesee.

2008 trat die AfD nicht an.

 

 

Liste 9: Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die Partei)

 

Wahlprogramm (nicht online, wurde uns auf Nachfrage zugesandt):

 

Die Partei trifft keine Aussagen zum Radverkehr. Sie möchte dafür eine U-Bahn-Verbindung zwischen Frankfurt und Słubice errichten.

2008 trat Die Partei nicht an.

 

 

Liste 10: Piratenpartei Deutschland (Piraten)

 

Wahlprogramm [http://piraten-ffo.de/positionen-der-piraten-frankfurt-oder]:

 

Die Piraten erwähnen den Radverkehr nicht in ihren Positionen, treten aber für Dezentralisierung ein. Kurze Wege sind fahrradfreundlich.

2008 traten die Piraten nicht an.

 

 

Statistische Angaben zu Wahlkreisen und Kandidierenden

 

Die statistischen Angaben zu den Wahlvorschlägen für die Stadtverordnetenversammlung wurden aus den Angaben des Amtsblattes für die Stadt Frankfurt (Oder), Nr. 3/2014 vom 3. April 2014, Seiten 51 ff. [https://www.frankfurt-oder.de/stadt/Politik/amtsblatt/Amtsblaetter%202014/Documents/Amtsblatt%20Nr.%203%20vom%203.%20April%202014.pdf] ermittelt. Dort können auch alle Namen, Berufe, Adressen und Geburtsjahre der Kandidierenden nachgeschlagen werden.

 

Für die 46 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung bewerben sich 199 Kandidierende.

In den fünf Wahlkreisen treten je 36 bis 44 Kandidierende aus 8 bis 10 Listen an.

Durchschnittsalter: 51 Jahre.

59 Frauen (30% Frauenanteil).

 

Die genaue Wahlkreiseinteilung kann dem Amtsblatt für die Stadt Frankfurt (Oder), Nr. 1/2014 vom 25. Januar 2014, Seiten 14ff [https://www.frankfurt-oder.de/stadt/Politik/amtsblatt/Amtsblaetter%202014/Documents/Amtsblatt%20Nr.%201%20vom%20Januar%202014.pdf] entnommen werden.

 

 

Wahlkreis 1 (Stadtgebiet Mitte):

 

44 Kandidierende (Rang 1 aller fünf Wahlkreise)

aus 9 der zehn Listen. Liste 9 (Die Partei) tritt nicht an.

Durchschnittsalter: 50 Jahre (Rang 2 aller fünf Wahlkreise).

12 Frauen (27% Frauenanteil, Rang 3 aller fünf Wahlkreise).

 

 

Wahlkreis 2 (Stadtgebiet Beresinchen sowie Ortsteile Güldendorf und Lossow):

 

39 Kandidierende (Rang 3 aller fünf Wahlkreise)

aus allen zehn Listen.

Durchschnittsalter: 51 Jahre (Rang 3 aller fünf Wahlkreise).

10 Frauen (26% Frauenanteil, Rang 4 aller fünf Wahlkreise).

 

 

Wahlkreis 3 (Stadtgebiet Süd sowie Ortsteile Markendorf und Markendorf Siedlung):

 

36 Kandidierende (Rang 5 aller fünf Wahlkreise)

aus 8 der zehn Listen. Liste 9 (Die Partei) und Liste 10 (Piraten) treten nicht an.

Durchschnittsalter: 53 Jahre (Rang 4 aller fünf Wahlkreise).

9 Frauen (25% Frauenanteil, Rang 5 aller fünf Wahlkreise).

 

 

Wahlkreis 4 (Stadtgebiet Nord sowie Ortsteile Kliestow und Booßen):

 

39 Kandidierende (Rang 3 aller fünf Wahlkreise)

aus 8 der zehn Listen. Liste 7 (Bürgerinitiative Stadtumbau) und Liste 9 (Die Partei) treten nicht an.

Durchschnittsalter: 55 Jahre (Rang 5 aller fünf Wahlkreise).

13 Frauen (33% Frauenanteil, Rang 2 aller fünf Wahlkreise).

 

 

Wahlkreis 5 (Stadtgebiet West sowie Ortsteile Rosengarten/Pagram, Lichtenberg und Hohenwalde):

 

41 Kandidierende (Rang 2 aller fünf Wahlkreise)

aus 9 der zehn Listen. Liste 9 (Die Partei) tritt nicht an.

Durchschnittsalter: 48 Jahre (Rang 1 aller fünf Wahlkreise).

15 Frauen (37% Frauenanteil, Rang 1 aller fünf Wahlkreise).

 

 

 

Liste 1: DIE LINKE (DIE LINKE)

 

50 Kandidierende [http://www.dielinke-ffo.de/wahlen/kommunalwahl-2014/kandidatinnen-kandidaten] (Rang 1 aller zehn Listen).

Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 9 bis 12 Kandidierenden an.

Durchschnittsalter: 54 Jahre (Rang 8 aller zehn Listen).

18 Frauen (36% Frauenanteil, Rang 4 aller zehn Listen).

 

 

Liste 2: Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

 

43 Kandidierende (Rang 2 aller zehn Listen.

Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 7 bis 10 Kandidierenden an.

Durchschnittsalter: 55 Jahre (Rang 9 aller zehn Listen).

12 Frauen (28% Frauenanteil, Rang 5 aller zehn Listen).

 

 

 

Liste 3: Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

 

36 Kandidierende [http://www.cdu-frankfurt-oder.de/index.php?ka=32&ska=103] (Rang 3 aller zehn Listen).

Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 6 bis 8 Kandidierenden an.

Durchschnittsalter: 48 Jahre (Rang 5 aller zehn Listen).

7 Frauen (19% Frauenanteil, Rang 8 aller zehn Listen).

 

 

Liste 4: Freie Demokratische Partei (FDP)

 

17 Kandidierende (Rang 5 aller zehn Listen).

Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 2 bis 5 Kandidierenden an.

Durchschnittsalter: 52 Jahre (Rang 6 aller zehn Listen).

2 Frauen (12% Frauenanteil, Rang 9 aller zehn Listen).

 

 

Liste 5: BürgerBündnis Freier Wähler e. V. (BürgerBündnis)

 

7 Kandidierende (Rang 8 aller zehn Listen).

Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 1 bis 2 Kandidierenden an.

Durchschnittsalter: 55 Jahre (Rang 10 aller zehn Listen).

3 Frauen (43% Frauenanteil, Rang 8 aller zehn Listen).

 

 

Liste 6: Listenvereinigung Bündnis 90/DIE GRÜNEN & Bürgerinitiative Stadtentwicklung (GRÜNE/B 90 & BI Stadtentwicklung)

 

19 Kandidierende [http://www.gruene-frankfurt-oder.de/wahl-zur-stvv-2014/kandidatinnen] (Rang 4 aller zehn Listen).

Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 3 bis 4 Kandidierenden an.

Durchschnittsalter: 43 Jahre (Rang 3 aller zehn Listen).

10 Frauen (43% Frauenanteil, Rang 1 aller zehn Listen).

 

 

Liste 7: Bürgerinitiative Stadtumbau (Bürgerinitiative Stadtumbau)

 

8 Kandidierende (Rang 7 aller zehn Listen).

Tritt in vier der fünf Wahlkreise mit 1 bis 2 Kandidierenden an. Kein Antritt in Wahlkreis 4 (Nord).

Durchschnittsalter: 45 Jahre (Rang 4 aller zehn Listen).

3 Frauen (38% Frauenanteil, Rang 3 aller zehn Listen).

 

 

Liste 8: Alternative für Deutschland (AfD)

 

14 Kandidierende (Rang 6 aller zehn Listen).

Tritt in allen fünf Wahlkreisen mit 2 bis 3 Kandidierenden an.

Durchschnittsalter: 53 Jahre (Rang 7 aller zehn Listen).

3 Frauen (21% Frauenanteil, Rang 7 aller zehn Listen).

 

 

Liste 9: Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die Partei)

 

1 Kandidierender (Rang 10 aller zehn Listen).

Tritt nur im Wahlkreis 2 (Beresinchen) an.

Durchschnittsalter: 29 Jahre (Rang 1 aller zehn Listen).

0 Frauen (0% Frauenanteil, Rang 10 aller zehn Listen).

 

 

Liste 10: Piratenpartei Deutschland (Piraten)

 

4 Kandidierende (Rang 9 aller zehn Listen).

Tritt in vier der fünf Wahlkreise mit 1 bis 2 Kandidierenden an. Kein Antritt in Wahlkreis 3 (Süd).

Durchschnittsalter: 42 Jahre (Rang 2 aller zehn Listen).

1 Frau (25% Frauenanteil, Rang 6 aller zehn Listen).

 

Pressekontakt

Kontakt zu unserer Ortsgruppe
ADFC Brandenburg e. V.
Ortsgruppe Frankfurt (Oder)
c/o Jens Möbis

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15236 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335/54 35 35
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Landesgeschäftsführerin

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Tel: 03 31 / 280 05 95
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