Radreiseanalyse 2021

Radreiseanalyse 2021 © ADFC/Marcus Gloger

ADFC- Radreiseanalyse 2021: Fahrradboom im Alltagsverkehr

 

Laut ADFC-Radreiseanalyse 2021 erlebte das Fahrrad im Alltagsverkehr und bei Tagesausflügen einen Boom. Die Zahl der Radreisen mit Übernachtung ist im Verlgeich zum Vorjahr allerdings um 35 % eingebrochen.

 

ADFC Radreiseanalyse 2021: Fahrradboom im Alltagsverkehr, starke Rückläufe bei Mehrtagestouren

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club präsentiert pünktlich zum Beginn der Fahrradsaison die Ergebnisse der ADFC- Radreiseanalyse 2021, eine Umfrage unter Radreisenden.Die große Frage: Wie hat die Corona-Pandemie den Radtourismus in Deutschland getroffen? Das Ergebnis: Die Einschränkungen haben den Radtourismus stark getroffen, die Zahl der Radreisen mit Übernachtung ist 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 35 % eingebrochen.

Gleichzeitig stiegen viel mehr Menschen für einen Tagesausflug und im Alltag aufs Rad: 2020 haben 31 Mio. Bürgerinnen und Bürger mindestens einen Tagesausflug mit dem Rad unternommen. Ebenso erlebt das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel einen regelrechten Boom: In der Befragung des ADFC gaben 13 % der Befragten an, sich im Zuge der Pandemie ein neues Fahrrad gekauft zu haben.

„Der Radtourismus hat unter den Folgen der Corona-Pandemie, insbesondere des Beherbergungsverbots, stark gelitten. Der enorme Rückgang bei Radreisen mit Übernachtung ist besonders bitter für die Hotels und Restaurants, zumal die Radreisebranche in den letzten Jahren stark im Aufwind war,“ so Tino Freißler, Referent für Fahrradtourismus beim ADFC Brandenburg. Auf das Radreisejahr 2021 blickt er positiv, betrachtet aber mit Sorge die sinkende Beliebtheit der Reiseregion Brandenburg unter den Radreisenden: „2/3 der Radreisenden planen auch in diesem Jahr mindestens eine Radreise, der Nachholbedarf ist groß, so Freißler.

Aber: Einst unter den Top-Destinationen bis 2014, ist Brandenburg seit Jahren ins Mittelfeld abgerutscht. Und das, obwohl Brandenburg für einen Urlaub mit dem Rad gute Voraussetzungen hat: 29 Radfernwege, viele regionale Radrouten, eine abwechslungsreiche Landschaft und flache Topgrafie. „Brandenburg muss aufpassen, dass es als Reiseregion nicht abgehängt wird. Die Radtouristen werden immer mehr und haben zurecht hohe Erwartungen ans Streckennetz, mit guten breiten Radwegen und einer sicheren Versorgung,“ resümiert Freißler. Gründe für den Rückgang sieht Stefan Overkamp, Landesvorsitzender des ADFC Brandenburg, bei Infrastruktur und Planung: So sei beispielsweise vielerorts die Fahrradmitnahme in Zügen problematisch: „Züge sind gerade an den Wochenenden proppevoll, nicht selten werden Reisende mit Rad einfach am Bahnhof stehengelassen, weil das Fahrradabteil überfüllt ist. „Der Radtourismus ist mit einem Umsatz von 850 Mio. Euro jährlich enorm wichtig für unser Bundesland. Wir können uns nicht leisten, als Radreiseregion abgehängt zu werden. Die Landespolitik muss dringend für eine Aufstockung der Kapazitäten im ÖPNV sorgen, damit eine An-/Abreise gewährleistet werden kann.“

Ein weiteres Problem sei auch das Kompetenzwirrwarr: Radwege enden an Kreisgrenzen, für einen Radweg sind oft verschiedene Stellen zuständig. Das Land Brandenburg muss hier eine zentrale Rolle einnehmen, sowohl was Planung als auch Instandhaltung der Radwege betrifft. Deswegen fordert der ADFC Brandenburg ein Mobilitätsgesetz und ein landesweites Radnetz. Das sind auch Kernforderungen der Volksinitiative Verkehrswende Brandenburg jetzt!, die mit 25.000 Unterschriften erfolgreich in den Landtag getragen wurde. Der Landtag wird am im März über die Forderungen der Volksinitiative endgültig beraten und beschließen.

 

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https://brandenburg.adfc.de/artikel/adfc-radreiseanalyse-2021-fahrradboom-im-alltagsverkehr-1

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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