Richtig vorbereitet auf große oder kleine Tour

Dieses Jahr statt einer Fernreise einfach die Heimat per Rad erkunden: das haben sich viele für den Sommer vorgenommen. Es könnte sein, dass eine Mehrtagestour per Rad im Sommerurlaub 2020 für viele eine Premiere sein wird. Aus diesem Grund hat der ADFC Brandenburg an dieser Stelle hier einige Tipps zusammengestellt, damit die Radtour zu einem tollen Erlebnis wird.

Ausrüstung

Um in Mitteleuropa einen Radurlaub zu machen, braucht es sicher keine Expeditionsausrüstung. Eher im Gegenteil: Zu viel Gepäck ist ein häufiger Anfängerfehler, der das Tourenerlebnis schnell trüben kann, denn jedes Kilo zu viel am Rad bremst, besonders bergauf. Ein normales Alltagsrad genügt meist den Anforderungen an durchschnittliche Touren.

Wichtig ist, dass Sattel, Lenker und Sitzhaltung auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt sind. Ob das Rad richtig eingestellt ist, lässt sich bei einem Tagesausflug gut ausprobieren (z. B. während einer geführten Radtour des ADFC Brandenburg). Wenn es dann nach längerer Zeit auf dem Rad eventuell noch zwickt, kann man so bereits vor der großen Tour die Einstellung korrigieren und sich in kleinen Schritten z. B. der richtigen Lenker- und Satteleinstellung nähern. Wenn alles nichts hilft, empfiehlt sich der Gang zum Fachhändler, der z.B. bei der Auswahl eines passenden Sattels helfen kann und mit geübtem Blick meist schnell erkennt, an welcher Stelle die ergonomische Fahrradeinstellung noch verbesserungsbedürftig ist.

Warum in die Ferne schweifen?

Wo es sich in Deutschland am schönsten radeln lässt, weiß die Radtourismus-Webseite des ADFC-Bundesverbandes. Dort finden sich Informationen zu zertifizierten Qualitätsradrouten und Radreiseregionen in Deutschland.

ADFC-zertifiziert sind übrigens auch viele besonders fahrradfreundliche Unterkünfte, die das Bett+Bike-Label tragen. Egal ob Campingplatz oder 5-Sterne-Hotel: Hier kann sich jeder Radreisende darauf verlassen, dass man auch nur für eine einzelne Nacht übernachten kann, das Rad einen sicheren Abstellplatz findet und der Gastgeber Rad-Ausflugstipps für die nähere Umgebung bereithält. Weil viele Häuser aufgrund von Hygieneauflagen nicht ihre volle Kapazität nutzen können, ist es in jedem Fall ratsam, sich rechtzeitig vorher zu eventuellen Einschränkungen zu erkundigen und sicherheitshalber direkt zu reservieren. 

Coronabedingt sollte man diesen Sommer noch die absoluten Touristenmagneten meiden und lieber auf Entdeckungsreise zu den weniger frequentierten Highlights gehen. Tipps dazu hält die ADFC-Kampagne #AbseitsRadeln parat.

In Brandenburg gibt es auf über 7000 Kilometern ausgebauten Radwegen vieles zu entdecken. So zum Beispiel eine Naturexpedition im Oderbruch, das Farbenspiel der Heidelandschaft und eine Vielzahl malerischer Ortschaften. Wenn die Temperaturen steigen kann man sich in einem der 3000 Seen eine Abkühlung holen. Eine Übersicht über die brandenburgischen Radfernwege und regionalen Routen sind auf der Website Reiseland-Brandenburg zu finden.

Sind Reiseziel und -dauer einmal klar, kann es an die genauere Planung gehen. GPS und Internet bieten unzählige Möglichkeiten, seine Routen zu planen und auf das Fahrradnavi oder Smartphone zu laden. Einen schnelleren Überblick und Flexibilität für die spontane Abweichung von der geplanten Route bieten aber nach wie vor Karten. Hier sollte man auf den passenden Maßstab achten: Je kleiner, desto mehr Details können dargestellt werden, allerdings auch in einem kleineren Gebiet. Das Kartenprogramm des BVA-Verlags wird zusammen mit ADFC-Aktiven aktuell gehalten und deckt alle Regionen Deutschlands ab.

Ich packe meinen Koffer...

...beziehungsweise besser die Packtasche, die wasserdicht und sicher am Gepäckträger befestigt sein sollte. Wer täglich eine feste Unterkunft ansteuert, kommt mit sehr wenig Gepäck aus. Neben etwas zu trinken sollte eine Regenjacke und Regenhose immer dabei sein, damit der überraschende Sommerschauer nicht zum Tourdebakel wird.

Wechselkleidung für die Zeit abseits vom Rad sowie ein kleines Reparatur- und Flickzeug sind ebenfalls zu empfehlen. Wenn mal mehr als ein kleiner Plattfuß zu beheben ist, hilft die für Mitglieder kostenlose ADFC-Pannenhilfe. Diese sorgt deutschlandweit mit Vertragspartnern dafür, dass man weiterkommt oder zur Not auch abgeholt wird.

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Bett+Bike – Fahrradfreundliche Gastbetriebe

Der ADFC ist in mehr als 450 Städten in Deutschland vertreten. Hier finden Sie Ihren direkten Ansprechpartner vor Ort.