Wie sicher sind Schulwege? Ein Pilotprojekt in Birkenwerder

von Maren Born und Magdalena Westkemper


Viele Schülerinnen und Schüler fahren mit dem Rad zur Schule. Aber: Wie sicher sind ihre Schulwege eigentlich? Wie erleben die Jugendlichen selbst den Weg zur Schule? Diese Fragen sollen im Rahmen des langfristig angelegten Projektes „Rad-Schulwege in Birkenwerder“ geklärt werden. Initiiert hat das Projekt der ADFC Birkenwerder. Die Kooperationspartner sind die Regine-Hildebrandt-Gesamtschule, die Gemeinde Birkenwerder und das Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg. Das Netzwerk begleitet das Projekt wissenschaftlich und dokumentiert den Verlauf, um es anschließend allen weiterführenden Schulen in Brandenburg zur Verfügung zu stellen. Aber wie wird das Projekt umgesetzt?

Von Anfang an sollten Schüler einer achten Klasse in das Projekt mit eingebunden werden, um die Perspektive von Jugendlichen auf ihrem täglichen Schulweg zu erfassen. In verschiedenen Workshops wurden ihnen deshalb die Ziele des Projektes vorgestellt und die Frage geklärt, wie man die Verkehrssicherheit für Radfahrer erhöhen kann. Neu für die Jugendlichen: Der Klimaschutzbeauftragte der Stadt hat den Ablauf eines Planungsprozesses innerhalb einer Behörde erläutert, der mitunter recht lange dauern kann.

Danach wurde der praktische Teil im Rahmen eines größeren Aktionstages umgesetzt. Mit dem Fahrrad und zu Fuß nahmen die Jugendlichen ihre Schulwege unter die Lupe. Was das Projekt auch besonders macht: Die daraus entstandenen ausgefüllten Fragebogen fließen in das Verkehrskonzept der Gemeinde Birkenwerder ein.

Andreas Blaschke, Sprecher der ADFC Ortsgruppe Birkenwerder freut sich: „Das ist ein guter Start für eine langfristige Kooperation zum Thema Fahrrad in Birkenwerder.“ Es sollen nicht nur weitere Workshops folgen, sondern auch die Fahrradwerkstatt der Schule wieder belebt werden. Für die ADFC Ortsgruppe Birkenwerder ist es ein weiterer Schritt in Richtung Fahrradfreundlichkeit, für die sie sich seit einem Jahr aktiv einsetzt.

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